Kinderwunsch

Mann küsst seine Partnerin
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Die Erfolgsquote von Kinderwunschbehandlungen kann durch gewisse Maßnahmen positiv beeinflusst werden. Wie du eine Schwangerschaft noch wahrscheinlicher machst, liest du hier.

Blastozystentransfer | Assisted Hatching (“Schlüpfhilfe”) | Akupunktur zum Embryotransfer | Stressmanagement während der Kinderwunschbehandlung |
Von allen Paaren kann der Transfer eines Emryos im Blastozystenstadium angestrebt werden (Transfer in hohem Zellstadium, 64-fach oder mehr geteilt). Er führt zu mehr Lebendgeburten als ein Transfer von Achtzell-Embryonen am Tag 2 oder 3. Die Chance auf die Geburt eines Kindes steigt von z. B. dreißig auf vierzig Prozent. Die einzige Ausnahme sind Frauen mit wenig Eizellen.

Beim Assisted Hatching wird die Zona pelluzida (die Eizellhüllschicht) geöffnet, um es dem Embryo “leichter” zu machen, sich in der Gebärmutter festzusetzen. Durch diese Methode wird die Schwangerschaftsrate definitiv um acht bis zehn Prozent bei Frauen erhöht, die entweder mehrere Misserfolge bei IVF oder ICSI hinter sich oder die reduzierte Schwangerschaftschancen haben. Auch bei älteren Patienten scheint diese Methode Vorteile mit sich zu bringen, aber sie hilft nicht allen Paaren. Bei Frauen im ersten IVF-Versuch ist etwa kein positiver Effekt zu finden, auch nicht bei Transfer von kryokonservierten (eingefrorenen) Zellen oder bei hohem FSH (follikelstimulierendes Hormon). Beim Assisted Hatching steigt auch die Mehrlingsrate. Die Nebenwirkungen der Methode können noch nicht sicher als harmlos eingestuft werden.

Jede Frau, die den Embryotransfer unter Akupunktur durchführen lässt, erhöht damit ihre Chance, schwanger zu werden, ganz erheblich. Bei Frauen, die ohne Akupunktur eine zehnprozentige Chance hätten, steigert Akupunktur die Erfolgsrate auf 16 Prozent. Bei Frauen, die ohne Akupunktur eine zwanzigprozentige Chance hätten, erreicht man mit Akupunktur eine Wahrscheinlichkeit von ca. dreißig Prozent. Je höher die Chance der Frau auf eine Schwangerschaft, desto geringer fällt die Chancenerhöhung aus (bei vierzigprozentiger Grundchance eben nicht sechzig Prozent, sondern evtl. nur 44 Prozent). Ein Großteil der Wirkung kann durch den Placeboeffekt bedingt sein.

Beim Stressmanagement für Frauen und Männer geht es um Strategien gegen die emotionalen Belastungen des Kinderwunsches. Wer zusätzlich zur Sterilitätsbehandlung psychotherapeutische Unterstützung erhält, hat weniger Angst, weniger Stimmungsprobleme und eine deutlich höhere Schwangerschaftschance als die Patienten, die auf eine Zusatzbehandlung verzichten. Die psychotherapeutische Betreuung begleitend zur Kinderwunschbehandlung sollte bereits zum Beginn der Kinderwunschbehandlung starten. Die Kinderwunschbehandlung ist körperlich und emotional belastend. Auffälligkeiten sind meistens bereits vor der Behandlung vorhanden. Stress als alleinige Ursache der Kinderlosigkeit ist nicht bewiesen. Eine positive Wirkung des Stressmanagements ist bei jedem Paar gegeben, unabhängig davon, ob es ängstlich und stimmungsbedrückt ist oder nicht. Ein Schaden ist nicht bekannt.

Tags: Akupunktur, Behandlung, Kinderwunsch, Kinderwunsch, Stressmanagement

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