Geburt

Schwangere Frau im Bett
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In vielen Ratgebern wird der Abgang des Schleim­pfropfes als erstes Geburts­anzeichen aufgeführt. Aber stimmt das so? Und was ist überhaupt damit gemeint?

Während der Schwangerschaft ist der Muttermund durch einen Schleimpfropf verschlossen. Vor der Geburt löst er sich ab. Du findest dann ein rosig oder braun gefärbtes, kompakteres Schleimhäufchen. Hierbei von Zeichen der Geburt zu sprechen ist jedoch irreführend, da es vom Abgang des Schleimpfropfes bis zur Geburt auch noch zwei bis sogar vierzehn Tage dauern kann - das Zeichen ist also sehr ungenau. Viele Frauen bemerken es auch gar nicht.

Gegen Ende der Schwangerschaft hast du eventuell immer häufiger Vor- und Senkwehen, die zum Teil regelmäßig über mehrere Stunden am Tag vorkommen können. Dabei wird der Bauch hart und manche Frau verspürt dabei krampfartige Beschwerden im Unterbauch, ähnlich wie während der Menstruation.

Meist sind diese Kontraktionen jedoch noch kurz, das heißt zwischen fünfzehn und dreißig Sekunden lang, und hören nach einer gewissen Zeit wieder auf. Ihre Aufgabe besteht darin, den Kopf des Babys optimal ins Becken zu schieben und den Muttermund schon etwas auf die kommende Eröffnung vorzubereiten.

Diese Vorwehen sind also ganz normal und ein gutes Zeichen dafür, dass deine Gebärmutter sich schon ein wenig für die kommende Geburtsarbeit einübt, weshalb sie auch Einübungswehen genannt werden. Wenn du solche Vorwehen nicht kennst, so ist dies aber kein Grund zur Besorgnis, da bei vielen Frauen direkt in regelmäßigen, immer kleiner werdenden Abständen die Geburtswehen einsetzen, auch ohne Vorwehen. Deutlichere erste Zeichen des Geburtsbeginns findest du hier.

Tags: Wehen, Gebärmutter, Geburtsarbeit, Geburt

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