Mein Körper

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Wenn das Thema Dammschnitt während des Geburtsvorbereitungskurses angesprochen wird, geht oft ein stilles Raunen durch die Menge. Die Schwangeren schauen einander mitleidig an und beißen schon beim Gedanken daran die Zähne zusammen. Dabei müssten sie gar nicht so viel Angst haben, wenn sie besser über den Dammschnitt bzw. -riss Bescheid wüssten.

Der Damm ist das Gewebe zwischen Scheide und After, das bei einer vaginalen Geburt durch Druck und Dehnung stark belastet wird. Oft lässt es sich gar nicht verhindern, dass es kleine Risse um die Scheide herum gibt. Die heilen aber meist schnell und problemlos.

Der Dammschnitt hingegen ist unter Geburtshelfern ein viel diskutiertes Thema. Er sollte generell erst durchgeführt werden, wenn es dem Kind nicht mehr gut geht oder das Dammgewebe unkontrolliert zu reißen droht. Ist die Entscheidung für einen Dammschnitt erst einmal getroffen, wird der Schnitt auf dem Höhepunkt einer Wehe durchgeführt, so dass die Frau kaum etwas oder gar nichts spürt.

Nach der Geburt der Plazenta wird der Schnitt schließlich unter örtlicher Betäubung genäht. Das Wasserlassen kann (muss nicht!) in den ersten Tagen nach der Geburt ein Brennen verursachen. Der Schnitt selbst ist also gar nichts, wovor du dich fürchten müssest.

Wie du während der letzten Schwangerschaftswochen durch Dammmassagen dazu beitragen kannst, dass dein Damm weicher und elastischer wird, um einen Dammriss oder -schnitt möglicherweise ganz zu umgehen, liest du hier.

Tags: Wehen, Dammnaht, Dammmassage, Geburtsvorbereitung, Mein Körper

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