Regeneration

Baby schläft an der Brust seiner Mutter
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Erst hast du ständig auf die Geburt hin gelebt – und nun bist du vielleicht überrascht, wie sehr dich dein Körper auch danach noch in Anspruch nimmt. Und dann ist es ja auch gar nicht so einfach, mit diesem Baby alles richtig zu machen, es ist ja so winzig und man könnte dauernd Angst haben, etwas kaputt zu machen. Da kommt Hilfe gerade recht …

In den ersten Tagen nach der Geburt kommt deine Hebamme für die Nachsorge zu dir nach Hause. Sie schaut, ob es dem Kind gutgeht, und kümmert sich um seinen Nabel. Und sie kann dir und deinem Partner all die Fragen zur Babypflege beantworten, die plötzlich auftauchen: Wie funktioniert das mit dem Wickeln? Ab wann können oder sollen wir das Baby denn baden und wie geht das? Warum schreit unser Baby denn so viel? … Und sie schaut nach dir und ist für dich da. Denn in der Zeit des Wochenbettes verändert sich nicht nur dein Körper, sondern auch deine Seele ein Stück weit, was zu tiefen Emotionen führen kann.

Die Hebamme beobachtet, ob die Rückbildung der Gebärmutter (Uterus) gut verläuft, und überprüft den Wochenfluss. Der Uterus sollte sich stetig verkleinern und sich täglich um eine Fingerbreite tiefer ins kleine Becken zurückziehen. Der Wochenfluss ist in den ersten Tagen blutig und wird dann mit der Zeit immer heller, so dass er nach drei bis sechs Wochen wieder die Farbe des normalen Ausflusses hat. Eventuelle Wunden oder Nähte als Folge der Geburt sollten in den ersten Tagen abschwellen. Dies kann die Hebamme mit Eis und abschwellenden Schmerzmedikamenten unterstützen.

Wichtig ist es auch, die Brustwarzen sorgfältig zu pflegen und auf schmerzhafte Veränderungen (Risse oder Rötungen) zu achten. Die Hebamme oder eine Stillberaterin hilft euch auch, wenn du und das Baby mit dem Stillen noch nicht gut zurechtkommt. Ist die Hebamme nicht zu erreichen und treten Fieber, Unwohlsein oder plötzliche starke Schmerzen auf, solltest du den Arzt informieren. Er kann Anzeichen möglicher Komplikationen wie Brustentzündung, Gebärmutterentzündung oder auch Wundinfektionen frühzeitig erkennen und dich davor schützen.

All das muss keineswegs im Bett stattfinden. Vielmehr ist es wichtig, nun die richtige Balance zwischen Aktivität und Erholung zu finden. Etwas Bewegung ist wichtig, um die Gebärmutterrückbildung zu unterstützen und wegen der Thrombosevorbeugung. Nimm dir aber gleichzeitig genug Schlaf- und Ruhezeiten, denn dein Körper muss sich von der Schwangerschaft und der Geburt erholen und mit dem Baby verlaufen die Nächte nun vermutlich ziemlich unruhig … Hör einfach auf dein Bauchgefühl!

Bereits in den ersten Wochen nach der Geburt kann mit den Rückbildungsübungen begonnen werden. Sie unterstützen die Rückbildung der Gebärmutter und die Normalisierung des Wochenflusses. Mit Geschlechtsverkehr solltet ihr warten, bis der Wochenfluss aufgehört hat.

“Ich hatte mir vor der Geburt gar nicht vorstellen können, wofür die Hebamme eigentlich zu mir nach Hause kommen sollte – aber es war ein Segen, in den ersten Tagen diese Hilfe zu haben. Meine Hebamme half mir nicht nur bei den ersten Stillproblemen, sondern auch bei der psychischen Verarbeitung der Geburt.”
Anka (35)

Tags: Hebamme, Fieber, Geschlechtsverkehr, Rückbildung, Regeneration

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