Krankheiten

Baby mit gelber Windel
­

Eine Infektion der kindlichen Harnwege ist so tückisch, weil sie nicht sichtbar verläuft und die richtige Deutung der Krankheitssymptome voraussetzt. Bis zur endgültigen Diagnose bleibt also die Ungewissheit - für Eltern nicht leicht auszuhalten.

Du spürst, dass dein Kind Schmerzen hat, aber du kannst keine Ursache entdecken? Achte darauf, ob die Schmerzen eventuell besonders beim Wasserlassen auftreten, dann könnte es sich um eine Harnwegsinfektion handeln: Wenn Bakterien die Harnwege besiedeln, kommt es zu einer Harnwegsinfektion. Diese kann sich in der Harnröhre, der Blase, in den Harnleitern oder im Nierenbecken abspielen.

Ein Harnwegsinfekt kann ohne Beschwerden ablaufen, oft aber gibt es typische Krankheitszeichen, die davon abhängig sind, wo genau der Infekt sitzt. So kommt es zum Brennen beim Wasserlassen, zu verstärktem Harndrang bis zum Einnässen und gelegentlich Bauchweh bei einer Blasenentzündung. Obwohl aber das Wasserlassen dem Kind Schmerzen bereiten kann, ist es wichtig, dass es viel trinkt, einerseits für den Allgemeinzustand, aber auch zum Spülen der Harnwege.

Eine Nierenbeckenentzündung führt zu Fieber, Bauchweh und schlechtem Allgemeinzustand verbunden mit Erbrechen. Zur Diagnose tragen Urinuntersuchung, Blutuntersuchungen sowie Ultraschall der Nieren und Blase bei.

Fehlbildungen im Bereich der Harnwege oder funktionelle Störungen (Reflux) begünstigen Harnwegsinfektionen. Mädchen sind wegen der kürzeren Harnröhre und der Nähe der Harnröhre zur Scheide und zum Darmausgang häufiger betroffen. Ein Harnwegsinfekt wird mit Antibiotika behandelt. Es gilt, wiederholte Infekte zu vermeiden, damit das Nierengewebe nicht vernarbt. Dazu ist eventuell eine prophylaktische Behandlung nötig.

Wie immer gilt: Wenn du bemerkst, dass dein Kind Schmerzen hat, die du nicht verstehst, solltest du mit ihm zum Arzt gehen.

Tags: Fieber, Erbrechen, Bauchweh, Antibiotika, Krankheiten

Gewinnspiele und Gutscheine