Ernährung des Babys |Krankheiten

Mutter und Kind beim Füttern
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Die Krankheit kommt nicht oft vor, aber wenn sie dann doch einmal auftritt, hat das für den Betroffenen starke Einschränkungen zur Folge. Das heißt aber nicht, dass auf alles Leckere verzichtet werden muss.

Unter Zoeliakie versteht man eine angeborene Erkrankung, die durch eine Unverträglichkeit des Dünndarms auf Gluten, ein Getreide-Eiweiß in Weizen (meist Zwieback oder Grieß), Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern und Dinkel ausgelöst wird.

Nur Reis, Mais, Hirse und Buchweizen enthalten kein Gluten. Die größte Auswahl findest du im Reformhaus. Die Krankheit äußert sich mit Durchfall, Erbrechen, Völlegefühl, Gewichtsverlust, Blutarmut, Vitamin- und Eiweißmangel. Unbehandelt führt sie zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen. Sie tritt erst nach Einführung glutenhaltiger Lebensmittel im Verlauf des ersten Lebensjahres auf.

Die Ernährungsempfehlungen für Säuglinge weisen darauf hin, glutenhaltige Nahrungsmittel frühestens nach dem vierten Lebensmonat einzuführen. Ursache der Zoeliakie ist eine genetische Veranlagung, die – wie vermutet wird – über einen Enzymdefekt im Darm zu einer veränderten Spaltung des Glutens und damit zur immunologischen Reaktion und zur Schädigung der Darmschleimhaut führt.

Die Behandlung von Zoeliakie ist rein diätetisch. Alle Lebensmittel und Speisen, die Gluten enthalten (Getreideprodukte, Brot, Kuchen, Teigwaren, Mehl etc.), müssen gemieden werden. Unter streng glutenfreier Ernährung normalisiert sich die Dünndarmschleimhaut und die Symptome verschwinden.

Das Risiko für das Auftreten kann durch langes Stillen gesenkt werden. Außerdem wurde festgestellt, dass das Risiko geringer ist, wenn alle Getreidesorten zwischen dem vierten und sechsten Monat nach und nach eingeführt werden und parallel weiter gestillt wird. Ist dein Kind erkrankt, musst du in den ersten Jahren Gluten strikt meiden. Beim Brei ist das relativ einfach; bei Brot wird es schwierig. Gängige Brotsorten sind immer glutenhaltig. Achte auf den Hinweis “glutenfrei”.

Nach neuen Erkenntnissen senkt es das Zoeliakie-Risiko, während der Stillphase zwischen dem vierten und sechsten Monat sehr kleine Mengen glutenhaltige Beikost zu füttern – am besten mit dem ersten Mittagsbrei. Gluten ist in Hafer, Weizen, Gerste, Roggen und Dinkel enthalten. Vorher….. kein Soja, Fisch, Ei, Weizen, Milch und Nüsse füttern. Außerdem gilt: Einseitigkeit ist out. Neue Lebensmittel ruhig in geringen Mengen probieren. Besondere Hinweise hierzu findest du auch unter Allergien.

Tags: Ernährung, Durchfall, Gluten, Krankheiten, Ernährung des Babys

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