Alltag |Familienleben

Grosser Bruder hält Baby im Arm
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Kinder lernen voneinander – aber eben nicht nur Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Solidarität und Trost, sie lernen auch, sich auseinanderzusetzen, sich voneinander abzugrenzen, zu fluchen, zu hassen.

Du solltest hier nicht immer sofort eingreifen, aber du brauchst auch nicht jedes lautstarke Schlachtengetümmel über dich ergehen zu lassen oder eine “Ist-mir-doch-egal-Haltung” gegenüber jeglicher Geschwisterrivalität einnehmen. Man kann Kindern nämlich auch Raufrituale beibringen: Regeln wie “Nicht beißen!”, “Nicht spucken!”, “Nicht treten!” können dazugehören ebenso wie ein erfundenes Codewort, das den “Kampf” unterbricht oder beendet. So sorgst du dafür, dass Fairness oberstes Gebot bleibt.

All dies mag man beherzigen – und trotz allem gibt es Phasen, in denen die Rivalität zwischen Geschwistern hochkocht. Darunter nimmt die Geburt eines Geschwisterkindes einen besonderen Platz ein. Das Auftauchen eines neuen und zunächst vollkommen auf die elterliche Zuwendung und Versorgung angewiesenen Wesens führt zu Verschiebungen im familiären Beziehungssystem.

Alles zusammen stellt für alle Beteiligten eine Extremsituation dar, die, so viel Freude sie auch mit sich bringt, ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Geduld verlangt und doch auch nicht ohne Konflikte verlaufen wird.

“Mein zweites Kind war eine Hausgeburt. Mein zweijähriger Sohn kriegte nur mit, dass die Hebamme kam und dass da ein Baby war, als sie wieder ging. Nach zwei Tagen fragte er mich: ´Mama, wann holt die Frau das Baby denn wieder ab?`”
Hedwig (26)

Tags: Geschwister, Rivalität, Rituale, Streiten, Geduld, Familienstruktur, Aufmerksamkeit, Zuwendung, Frust, Fluchen, Hilfsbereitschaft, Solidarität, Fürsorge, Trost, Regeln, Familienleben, Alltag

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