Erfahrungsbericht |Stillen

Baby mit Mützchen beim Stillen
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Sarah (27) fiel das Stillen am Anfang überhaupt nicht leicht. Erst schwollen ihre Brüste an, dann bekam sie den Tipp, Kohlblätter auf den nackten Oberkörper zu legen. Sie verstand sie Welt nicht mehr, und doch fing sie an, die Stillerei zu lieben.

“So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Ich wachte aus einem kurzen Schlaf im Krankenhaus auf und erschrak vor meiner Oberweite. Meine Brüste waren angeschwollen und so hart, als hätte man mir Ziegelsteine eingesetzt. Das war am dritten Tag nach der Geburt meines Sohnes Leon. Warum hatte mich keiner vorgewarnt? Die Tränen standen mir in den Augen. Würden meine Brüste je wieder normal werden? Ich drückte auf den Notknopf neben meinem Kopfkissen und bald kam eine Krankenschwester. Sie lächelte und beruhigte mich, das sei ganz normal, es schieße mir gerade die Milch ein.

Ich verstand die Welt nicht mehr, denn mittlerweile waren meine Brüste so hart, dass es meinem Sohn unmöglich war, daraus zu trinken – er schrie vor Hunger und meine Nerven lagen blank. Mit kühlen Wickeln auf meinem freien Oberkörper versuchte die Krankenschwester, meine Gemütslage in den Griff zu bekommen, aber nichts half, außer: Geduld.

Am Abend linderten sich die Schmerzen wie von selbst, mein Kind konnte in großen Schlucken trinken, so dass die Nacht endlich mal wieder dem Schlaf gehörte. Meine Brust erholte sich schnell.

Einige Wochen lief alles gut, bis sich meine Brustwarzen entzündeten - aber ich war vorbereitet. In meinem Tiefkühlfach lagen Kohlblätter, die ich mir auflegte, und entgegen meiner anfänglichen Skepsis half dieses Hausmittelchen tatsächlich wunderbar.

Und auch wenn ich mich nicht gern an den Milcheinschuss erinnere: Ich genoss das Stillen, weil es so verdammt praktisch war. Die Milch war immer auf der richtigen Temperatur, jederzeit zum Füttern bereit und immer im Überfluss vorhanden. Als sich schließlich auch noch mein Rücken nach anfänglicher Verspannung an die Haltung beim Stillen gewöhnt hatte, konnte ich auch endlich die Ruhe während des Stillens genießen, die lediglich ab und an von einem zarten Schmatzgeräusch durchbrochen wurde.”

Tags: Ernährung, Stillen, Brust, Milcheinschuss, Stillschwierigkeiten, Erfahrungsbericht, Stillen

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