Geschwister horcht am Bauch der schwangeren Mutter
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Eine Zwillingsschwangerschaft kann ganz normal verlaufen: Ja! Jede Schwangerschaft – ob mit Einlingen oder Mehrlingen – verläuft anders. So wird auch diese Schwangerschaft ein einmaliges Erlebnis für dich werden.

Zwillingsschwangerschaften verlaufen bis zur 25. Woche oft genau wie Einlingsschwangerschaften.

In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kann es allerdings sein, dass durch die hormonelle Umstellung die morgendliche Übelkeit drastischer ausfällt. Das liegt daran, dass die Plazenta, die erhebliche Mengen an Sexualhormonen produziert, größer bzw. zweifach vorhanden ist. Sollte das Problem nicht nachlassen, sprich mit deinem Arzt oder der Hebamme darüber.

Während einzelne Kinder etwa bis zum sechsten Monat so viel Platz im Bauch haben, dass sie sich frei bewegen können, wird es für Zwillinge schon sehr viel früher eng. Werdende Zwillingsmütter spüren die Bewegungen ihrer Kinder oft auch schon früher als Frauen, die nur ein Baby erwarten, zumeist ab Ende des vierten Monats.

Teilen müssen sich die Zwillinge aber nicht nur den Platz, sondern auch die Verpflegung. In einzelnen Fällen kann dies zu Komplikationen führen: Vor allem, wenn die Kinder durch eine gemeinsame Plazenta versorgt werden, besteht die Gefahr, dass der eine auf Kosten des anderen lebt, denn dadurch kann ein Fötus dem anderen Blut “wegnehmen” – für beide Föten eine gefährliche Situation (Fetofetales Transfusionssyndrom).

Diese Schwangerschaften müssen nahezu lückenlos überwacht werden. In einigen Fällen wird die Fruchtblase des größeren Fötus regelmäßig punktiert, um Fruchtwasser abzulassen und somit den Druck auf die Gefäße zu senken. Allerdings ist heute auch schon eine ursächliche Therapie möglich: Mit Hilfe von Lasern können Ärzte die Blutkreisläufe trennen. Spezialisiert auf diese Therapie ist das Hamburger Universitätskrankenhaus.

Lies, wie eine Mutter Ihre Zwillingsschwangerschaft erlebte. Ein Erfahrungsbericht.

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