Recht

Glückliche Familie
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Neues Jahr, neue Regelungen. 2013 wird sich für uns als Familien einiges ändern, die wichtigsten Erneuerungen haben wir für euch zusammengetragen. Mit dabei: der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für Unter-Dreijährige, das Betreuungsgeld, die neue Berechnungsgrundlage für das Elterngeld und – nicht nur für Eltern – die Abschaffung der Praxisgebühr.

Rechtsanspruch auf Kitaplatz
Ab dem 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für ihre unter dreijährigen Kinder. Allerdings gibt es längst noch nicht genug Kitaplätze, es kann also sein, dass die Gerichte viel zu tun bekommen, denn Rechtsanspruch heißt: Wer einen Kitaplatz für sein Kind möchte und keinen Platz bekommt, darf klagen. Zum Beispiel darauf, dass man statt eines Kitaplatzes eine Tagesmutter bezahlt bekommen möchte.

Betreuungsgeld
Wer sich dazu entscheidet, sein Kind in den ersten drei Lebensjahren zu Hause zu betreuen, bzw. es nicht in einer staatlich geförderten Einrichtung betreuen zu lassen, bekommt ab August 2013 monatlich 100 Euro. Ab August 2014 gibt es sogar 150 Euro monatlich. Allerdings kommt das Betreuungsgeld nur den Eltern von Kindern zugute, die ab dem 1. August 2012 geboren sind. Gezahlt wird das Geld übrigens erst nach Aussetzen des Elterngeldes.
Eltern, die Sozialhilfe oder ALG II empfangen, haben nichts vom Betreuungsgeld, es wird schlicht verrechnet. Wer sich entscheidet, das Betreuungsgeld in Bildungssparen anzulegen, also in eine Altersvorsorge oder für die Ausbildung der Kinder bekommt zusätzlich 15 Euro monatlich. Umstritten ist das Betreuungsgeld, weil Kritiker meinen, besonders “bildungsschwache” Familien würden das Kind wegen des Geldes extra zu Hause lassen, obwohl es im Kindergarten mehr lernen könnte.

Elterngeld
Für Eltern, deren Kinder nach dem 1.1.2013 geboren wurden, wird das Elterngeld anders berechnet als zuvor, einfach, um die Berechnung zu vereinfachen. Nun werden also nicht mehr die Nettolöhne zur Berechnung zugrunde gelegt, sondern vom Bruttolohn pauschalierte Abzüge für Steuern und Abgaben. Hört sich noch komplizierter an? Ja, umso besser, wenn wir andere rechnen lassen. Hier geht es zum Elterngeldrechner.
Tipp: Lasst Euch möglichst schon zu Beginn der Schwangerschaft bei einer Elterngeldstelle zu Eurer Steuerklasse beraten, diese muss mindestens sieben Monate vor der Geburt geändert werden und das kann in Einzelfällen mehr als 100 Euro mehr pro Monat ausmachen. Lohnt sich also!

Praxisgebühr
Gerade, wer Kinder hat, weiß: Man schafft es vor einem Arztbesuch nicht immer, sich bei einem anderen Arzt noch eine Überweisung abzuholen, wir zahlen also oft doppelt. Das hat nun endlich ein Ende, denn: Die Regelung gilt schon jetzt! Ab dem 1.1.2013 bleiben uns die zehn Euro Gebühr erspart.

Tags: Elterngeld, Kindergarten, Betreuung, Finanzielle Unterstützung, Recht

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