Erziehung

Gähnender Bub
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Für Eltern ist es nicht immer einfach, den Nachwuchs in die richtige Richtung zu “lenken”, ihn in seiner Entwicklung zu begleiten. Dabei gibt es eigentlich nur eine wichtige Grundregel für eine vernünftige Erziehung.

Du stehst im Supermarkt und dein Kind möchte unbedingt diesen einen bunten Lolli haben. Du kaufst ihn nicht? Na, dann kann das Getöse ja beginnen. Dein Kind schreit, windet sich, wirft sich zu Boden. Und was tust du? Ignorieren oder eingreifen? Oder vielleicht doch nachgeben und den Lolli kaufen, damit Ruhe ist?

Sobald ein Kind auf der Welt ist, beginnt seine Erziehung. – Aber was heißt das überhaupt?

Laut Duden bedeutet Erziehung, “jemandes Geist und Charakter zu bilden und seine Entwicklung zu fördern”. Darin sind sich wohl auch alle Eltern einig. Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder glücklich werden und auch mit anderen gut auskommen. Doch wie das gelingen kann, darüber gibt es oft große Ratlosigkeit. Das ist nicht verwunderlich, denn so viele Mütter und Väter es gibt, so viele Ansichten zur “richtigen Erziehung” existieren auch. Darum kann das Thema auch innerhalb der Partnerschaft zu schwierigen Auseinandersetzungen führen.

Grundsätzlich gilt: Positives Motivieren von Kindern ist besser als jedes Verbot. Und die beste Motivation seid ihr als Eltern selbst! Je selbstverständlicher ihr euch nach dem Essen die Zähne putzt, desto selbstverständlicher wird das auch für eure Kinder. Und ob du das nun gutheißt oder nicht: Hast du dir nicht auch viel Alltägliches von deinen eigenen Eltern abgeschaut?

Und der Wutanfall im Supermarkt? Vor allem solltet ihr mit eurem Kind üben, auf welche Weise ihr miteinander kommunizieren wollt. Wutanfälle gehören sicherlich auch dazu – dass einem mal der Geduldsfaden reißt, das kann euch ebenso passieren wie eurem Kind. Aber dies sollte nicht der übliche Weg sein, auf man seine Ziele verfolgt. Auch darin könnt ihr eurem Kind ein gutes Vorbild sein.
Wichtig ist auch, dass euer Kind spüren kann, dass ihr seine Bedürfnisse grundsätzlich ernst nehmt, auch wenn ihr nicht jeden Wunsch erfüllt. Dann wird es akzeptieren, wenn ihr ihm an der Kasse sagt, dass Schreien nicht der Weg ist. Schließlich sind solche Wutanfälle ja nicht nur für die Eltern anstrengend, sondern auch für die Kinder!

Eine verlässliche, verbindliche und authentische Reaktion der Eltern ist also sehr wichtig. Ist diese gegeben, dann klappt die Erziehung meist ganz von allein. Solange ihr euch selbst treu und mit dem Kind im Gespräch bleibt, könnt ihr gar nicht so viel falsch machen.

Tags: Erziehung, Wutanfälle, Eltern, Kleinkind, Erziehung

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