Komplikationen

Schwangere Frau umfasst liebevoll ihren Bauch
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Damit sich der Muttermund nicht zu früh öffnet, kann bei Schwangeren mit einer Zervixinsuffizienz der Gebärmutterhals künstlich geschlossen werden.

Das Wort Cerclage beschreibt die künstliche Umschlingung des Gebärmutterhalses. Dieser Eingriff wird nötig bei einer so genannten Zervixinsuffizienz, wenn der Gebärmutterhals also nicht mehr richtig schließt.
Bei der Cerclage wird ein Kunststoffband um den Gebärmutterhals geschlungen bzw. genäht und anschließend zugezogen. Dieser Eingriff wird meist unter Vollnarkose durchgeführt. Kurz vor dem errechneten Geburtstermin, rund um die 38. Schwangerschaftswoche, wird die Umschlingung dann wieder gelöst, um eine Geburt zu ermöglichen.
In den 70er Jahren war die Cerclage sehr verbreitet, heutzutage wird sie seltener durchgeführt, hauptsächlich, weil die Erfolge nicht wie erwartet eintraten. In einigen Fällen ist eine Cerclage aber durchaus sinnvoll, lass dich hierzu von deinem Arzt beraten. Um eine Bakterieneinschleppung oder Entzündung zu verhindern, wird der Eingriff in der Regel unter Antibiotikaprophylaxe durchgeführt. Außerdem setzen die meisten Ärzte ein wehenhemmendes Mittel ein, da der Gebärmutterhals während des Eingriffs gereizt werden könnte. In extremen Fällen kann auch eine interne Cerclage in Frage kommen, dabei wird über eine Bauchoperation der innere Muttermund zugenäht. In der Folge kann die Schwangere allerdings später nur durch Kaiserschnitt gebären.

Tags: Schwangerschaft, Gebärmutterhals (Zervix), Operation, Komplikationen

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