Kinderwunsch

Paar in ihrer Wohnung
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In Deutschland gibt es spezielle Regeln und Voraussetzungen, über die Sie sich vor einer Kinderwunschbehandlung Gedanken machen sollten. Wir helfen Ihnen durch die Finanzierung und die wichtigsten juristischen Beschlüsse.

Im Sozialgesetzbuch Fünftes Buch – SGB V ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen die Gesetzliche Krankenversicherung “Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft” erbringen lassen darf. In §27a werden diese Maßnahmen geregelt. Viele Maßnahmen der Sterilitätsbehandlung sind in vollem Umfang Teil der Kassenleistung. Im Jahre 2004 gab es allerdings Veränderungen im Leistungsbereich der Gesetzlichen Krankenkassen (seit den “Konsensverhandlungen zur Gesundheitsreform” vom 21.07.2003) - “Der Anspruch auf Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung” ist seitdem eingeschränkt:

  • Reduzierung auf drei Versuche
  • Altersgrenzen zwischen 25 und 39 Lebensjahren für Frauen bzw. 49 Lebensjahren bei Männern
  • Eigenbeteiligung von 50% für Medikamenten- und Behandlungskosten.

Vor Beginn der Behandlung müssen Sie Ihrer Krankenkasse einen Behandlungsplan zur Genehmigung vorlegen. Die Krankenkasse übernimmt bis zu 50% der genehmigten Kosten der Maßnahmen. Stimulationsbehandlungen mit Tabletten und Spritzen können von allen Frauenärzten zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden. Für alle anderen Maßnahmen (z.B. In-vitro-Fertilisation oder Mikroinsemination) ist eine Überweisung erforderlich, und zwar an eine Einrichtung, die die Genehmigung nach § 121a SGB V zur “Durchführung künstlicher Befruchtungen” hat. Der § 121a bestimmt, dass die “Durchführung künstlicher Befruchtungen” nur in genehmigten Einrichtungen erfolgen darf. Die Genehmigung wird durch die zuständige Landesbehörde erteilt.
Dieser Text basiert auf Informationen aus der Broschüre “Kinderwunsch”, die vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin ausgezeichnet wurde (u.a. wegen ihrer Verlässlichkeit) und wurde zusätzlich geprüft vom Hauptautor der Broschüre, Prof. Dr. med Rainer Wiedemann vom Medizinischen Versorgungszentrum in Stuttgart.

Tags: Recht, Finanzen, Kinderwunsch, Kinderwunsch

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