Kinderwunsch

Füsse in der Wiese
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Mit einer einzigen Eizellentnahme können gleich mehrere Kinderwunschbehandlungs-Versuche durchgeführt werden. Denn dank medizinischem Fortschritt ist es möglich, künstlich befruchtete Eizellen für einige Zeit in tiefgekühltem Zustand aufzubewahren.

Befruchtete Eizellen können auch eingefroren überleben. Da pro IVF oder ICSI nur maximal drei Embryonen übertragen werden dürfen und andererseits die Krankenkasse nicht wahllos viele IVF-Versuche bezuschusst, wird das Einfrieren von Vorkernstadien ein überlegenswerter Therapieschritt. Bei vielen Frauen können bei der Punktion mehr als drei Eizellen gewonnen werden. Die überzähligen Eizellen werden nach stattgefundener Befruchtung (Vorkernstadium) schließlich eingefroren. Tritt nach der IVF-Behandlung keine Schwangerschaft ein, so kann Ihr behandelnder Arzt diese “Reservezellen” auftauen und in einem nachfolgenden Monat in die Gebärmutter einbringen. Eine erneute Stimulation und auch eine Punktion der Follikel kann damit umgangen werden. Das Einfrieren bietet sich aber zum Beispiel auch dann an, wenn eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Die Schwangerschaften, die bislang mit eingefrorenen Vorkernstadien erzielt wurden, scheinen nicht mehr Besonderheiten aufzuweisen als nach In-vitro-Fertilisation. Eine abgesicherte Aussage ist aber nicht möglich (siehe auch Risiken).

Dieser Text basiert auf Informationen aus der Broschüre “Kinderwunsch”, die vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin ausgezeichnet wurde (u. a. wegen ihrer Verlässlichkeit), und wurde zusätzlich geprüft vom Hauptautor der Broschüre, Prof. Dr. med Rainer Wiedemann vom Medizinischen Versorgungszentrum in Stuttgart.

Tags: Behandlung, Kinderwunsch, Kinderwunsch

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