Kinderwunsch

Mutter am Strand
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Es gibt viele Methoden der künstlichen Befruchtung. Die Mikroinsemination ist eine besonders erfolgreiche. Sie hat auch schon Paare zu Eltern gemacht, bei denen die Chancen auf ein Kind mehr als begrenzt waren.

Unter der Mikroinsemination versteht man das direkte Einbringen einer Samenzelle in das Innere der Eizelle. Die Behandlung wird durchgeführt, um eine Befruchtung herbeizuführen, nach der eine normale Zellteilung ablaufen kann, die zu gesunden Nachkommen führt. Die erste Geburt eines gesunden Kindes nach Spermainjektion wurde 1989 erreicht. Diese ICSI-Technik (intracytoplasmatische Spermieninjektion) ist mittlerweile weltweit verbreitet und hat sich als erfolgreich erwiesen. Man kann mit ganz wenigen und sogar mit unbeweglichen Samenzellen eine Befruchtung und eine Schwangerschaft herbeiführen.

ICSI ist sinnvoll für Paare, bei denen die Kinderlosigkeit bedingt ist durch einen reduzierten Samenbefund, einen Verschluss der Samenwege oder eine erhebliche Einschränkung der “Hodenleistung”. Ein Weg ist diese Methode auch bei Paaren, bei denen die Befruchtung bei In-vitro-Fertilisation ausbleibt, denn ICSI verbessert die Befruchtungsrate (Zahl der befruchteten Eizellen). Sobald aber die Befruchtung erreicht ist, hat ICSI keine Vorteile gegenüber IVF. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist hier nicht höher als bei der IVF.

Das Verfahren: Die Stimulationsbehandlung für die Mikroinsemination von Eizellen ist die gleiche wie bei der In-vitro-Fertilisation. Auch die Eizellgewinnung ist nicht anders. Die Mikroinsemination wird unter einem hochauflösenden Spezialmikroskop mit feinsten Glaskapillaren durchgeführt. Die mikroinseminierten Eizellen werden dann in den Brutschrank gegeben; es wird genauso verfahren wie bei der In-vitro-Fertilisation. Wie bei der In-vitro-Fertilisation werden die Embryonen in die Gebärmutter zurückgegeben.
Die Erfolgsquote: IVF und ICSI sind die Behandlungen mit dem höchsten Schwangerschaftserfolg pro Versuch.
Die Risiken: Es wird immer wieder die Befürchtung geäußert, dass vermehrt Fehlbildungen bei den “ICSI-Kindern” auftreten, unter anderem wegen der Verwendung “schlechter” Samenzellen, die normalerweise wohl kaum eine Eizelle befruchtet hätten. Vorbehalte gibt es auch gegen die In-vitro-Fertilisation oder gegen die Insemination. Letztendlich entscheiden Sie als Paar, ob Sie die Methode für sich akzeptieren oder nicht. Lesen Sie hierzu auch über Risiken der Kinderwunschbehandlung.

Dieser Text basiert auf Informationen aus der Broschüre “Kinderwunsch”, die vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin ausgezeichnet wurde (u. a. wegen ihrer Verlässlichkeit), und wurde zusätzlich geprüft vom Hauptautor der Broschüre, Prof. Dr. med Rainer Wiedemann vom Medizinischen Versorgungszentrum in Stuttgart.

Tags: Behandlung, Kinderwunsch, Kinderwunsch

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