Kinderwunsch

Füsse in der Wiese
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Die im Rahmen der In-Vitro-Fertilisation befruchteten Eizellen, werden in einem bestimmten Stadium zurück in die Gebärmutter gegeben. Das ist in der Regel schmerzfrei. Trotzdem sollten Sie einige Dinge beachten.

Die Rückführung der Embryonen in die Gebärmutter kann im Zwei- bis Achtzellstadium erfolgen, d.h. nach zwei- bis dreitägiger Kultur außerhalb des Körpers. Auch längere Kulturzeiten sind möglich (“Blastozystentransfer”). Für den Transfer werden spezielle Katheter verwendet. Die Rückgabe der Embryonen (ET= Embryotransfer) ist für Sie in aller Regel schmerzfrei. Nach dem Embryotransfer können Sie eine Ruhephase von ca. 20 Minuten einplanen. Längere Ruhezeiten sind nicht erforderlich. Nach dem Embryotransfer gilt: “Das Leben soll normal weitergehen.”
Nach unserer Gesetzgebung und auch dem Verständnis der behandelnden Ärzte müssen alle Embryonen in die Gebärmutter eingebracht werden (nach dem Embryonenschutzgesetz dürfen bis zu drei Embryonen transferiert werden). Eine Übergabe von Embryonen an die behandelnden Ärzte zu Forschungszwecken (in England beispielsweise möglich) wird in Deutschland nicht durchgeführt und ist vom Gesetzgeber auch nicht erlaubt. Ebenso wenig ist es gestattet, Embryonen einer anderen Frau zu überlassen (Leihmutterschaft). Das Einfrieren von geteilten Zellen (Zwei- oder Mehrzell-Embryonen) ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Das Frieren von so genannten Vorkernstadien wird durch das seit 01.01.1991 gültige Embryonenschutzgesetz aber nicht verboten. Allein aus diesen Aussagen wird deutlich, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld genau zu besprechen.
Eine generelle Aussage darüber, wie viele Eizellen entnommen und befruchtet werden sollen, kann Ihr Arzt nicht geben. Es ist absolut nicht kalkulierbar, wie viele Eizellen sich befruchten und wie viele Embryonen entstehen. Das unterscheidet sich von Paar zu Paar.
Bei Paaren, bei denen der Spermiogrammbefund deutlich eingeschränkt ist, werden sich vielleicht weniger Zellen befruchten und teilen als bei Paaren, bei denen keine andrologische Sterilität vorliegt. Und: Nicht jede Eizelle wird befruchtet, nicht jede befruchtete Eizelle entwickelt sich zu einem Zweizell-Embryo und später zu einem Vierzeller usw. Nicht jeder in die Gebärmutter übertragene Embryo wird sich dort einnisten. Dennoch muss klar sein, dass bei Rückgabe von drei Embryonen auch eine Drillingsschwangerschaft entstehen kann.
Dieser Text basiert auf Informationen aus der Broschüre “Kinderwunsch”, die vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin ausgezeichnet wurde (u.a. wegen ihrer Verlässlichkeit) und wurde zusätzlich geprüft vom Hauptautor der Broschüre, Prof. Dr. med Rainer Wiedemann vom Medizinischen Versorgungszentrum in Stuttgart.

Tags: Behandlung, Kinderwunsch, Kinderwunsch

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