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Kleines Kind beim Arzt
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Schon beim ersten Verdacht auf eine Hör- oder Sehstörung des Kindes sollten Eltern aktiv werden, um möglichst früh eine Diagnose zu bekommen. Das ist wichtig für die weitere Entwicklung.

Angeborene Hörstörungen

Angeborene Hörstörungen können heute durch Hörtests bei den Neugeborenen erfasst und entsprechend früh behandelt werden. Das sogenannte Hörscreening wird in Deutschland bald nach der Geburt, bei der sogenannten U2, standardmäßig durchgeführt.

Im Kleinkindalter führen manchmal Schallleitungsstörungen als Folge chronischer Infekte im Nasenrachenraum oder chronischer Mittelohrentzündungen zur Hörbehinderung. Diese sind gut behandelbar. Aufmerksamkeit für eventuelle Hörprobleme eines Kindes ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil das Hörvermögen entscheidend die sprachliche Entwicklung bestimmt.

Sehstörungen

Auch Sehstörungen sollten früh erkannt werden. Sichtbare Auffälligkeiten sind Augenzittern, Trübungen der Hornhaut und große, lichtscheue Augen.

Mit sechs bis zwölf Monaten kann ein erhöhtes Risiko für das Schielen erfasst werden. Darunter versteht man eine ständige oder immer wieder auftretende Fehlstellung der Augen. Es werden verschiedene Formen des Schielens unterschieden. Schielen ist nie harmlos oder “wächst sich aus”, sondern kann eine einseitige Sehschwäche und damit Störungen des beidäugigen, das heißt dreidimensionalen Sehens bewirken, wenn die notwendige augenärztliche oder orthoptische Behandlung verzögert wird.

Sicherlich beobachtet ihr euer Kind intensiv. Euer Kind genießt es, wenn ihr es liebevoll betrachtet. Zugleich werdet ihr quasi von selbst zu Experten für sein Wohlbefinden. Solltet ihr beispielsweise den Eindruck haben, dass es nicht recht wahrnimmt, wenn ihr euch ihm nähert, dann ist das ein Grund, sofort den Kinderarzt zu informieren.

Tags: Spielen, Behinderung, Kinderkrankheiten, Spielentwicklung, Fehlentwicklungen, Wissen

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