Kleiner Bub mit Ball
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Jedes Kind ist individuell und so ist auch jede Behinderung individuell. Es gibt viele verschiedene Abstufungen, die wir Ihnen hier erläutern möchten.

Ein Kind gilt als behindert, wenn eine vorübergehende oder bleibende Funktionsstörung seine Entwicklung beeinträchtigt, wenn die Wechselbeziehungen zwischen dem Kind und seiner Umwelt gestört sind und wenn es aufgrund physischer, psychischer und sozialer Beeinträchtigung und Benachteiligung besonderer Hilfe und Unterstützung bedarf.

Als Ursachen lassen sich angeborene und erworbene Behinderungen unterscheiden. Angeborene Behinderungen entstehen durch Erbfaktoren und Chromosomenstörungen oder durch während der Schwangerschaft entstandene Schäden. Erworbene Behinderungen sind solche, die durch Unfälle, Krankheiten, Umweltbedingungen oder auch während der Geburt entstehen. Grundsätzlich lassen sich Behinderungen in folgende Gruppen einteilen:

Für die spezielle Betrachtung bei Säuglingen und Kleinkindern sind vor allem die ersten drei Gruppen von Bedeutung. Trotz wechselseitiger Beziehungen bestehen zwischen der Behinderung und chronischen Krankheiten Unterschiede.

Ein chronisch krankes Kind ist immer auch irgendwie behindert, während ein behindertes Kind nicht immer krank oder chronisch krank ist. Dies zeigt sich z. B. darin, wie Kleinkinder mit Fehlbildungen und Behinderungen ihr Handicap überwinden und sich als fröhliche Menschen im Alltag behaupten.

Risikominimierung

Falls Sie sich nach der Geburt eines behinderten Babys weitere Kinder wünschen, ist für Sie sicher die Frage interessant, ob bei diesen gleiche Fehlbildungen oder Behinderungen auftreten können.

In einer genetischen Beratung kann auf diese Fragen eingegangen und allenfalls besprochen werden, welches Risiko für weitere Kinder besteht. Dabei kann der Arzt Sie auch über die Möglichkeiten einer pränatalen Diagnostik sowie über Vorsorgemaßnahmen informieren. Die Einnahme von Folsäure in einem besonderen Zeitraum sowie in spezieller Dosierung kann z. B. das Risiko für einen “offenen Rücken” um siebzig Prozent reduzieren und vermindert auch das Risiko für andere Fehlbildungen (z. B. Herzfehler, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten).

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