Hygiene

Baby bei einer Untersuchung
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Dreck reinigt den Magen, das sagten schon unsere Mütter, als wir noch klein waren. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass das wirklich stimmt!

Wissenschaftler der Harvard University Medical School in Boston haben die sogenannte Hygiene-Hypothese erstmals experimentell nachgewiesen. Demnach kann eine übertrieben saubere Umgebung im Kindesalter die Entwicklung des Immunsystems stören. Die Folge können Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen sein. Die US-Wissenschaftler konnten den Effekt im Tierversuch mit Mäusen zeigen. Keimfrei gehaltene Mäuse litten im Gegensatz zu ihren Artgenossen häufig an Asthma und einer Darmentzündung, die der menschlichen Colitis Ulcerosa entspricht. Diese Beschwerden sind typische Folgen eines überaktiven Immunsystems. Analysen ergaben, dass die keimfrei aufgewachsenen Mäuse besonders viel spezielle Immunzellen in Lunge und Darm besaßen, sogenannte Killer-T- Zellen. Diese Zellen spielen eine Rolle bei Autoimmunerkrankungen und Entzündungen.

Eigentlich für alle Menschen, besonders aber für Kinder wichtig sind jedoch die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: regelmäßig die Hände waschen und richtig niesen und husten, d. h. mit Abstand von anderen in ein Taschentuch oder die Armbeuge. Vor allem im Kindergarten und in der Schule lässt sich dadurch die Gefahr der Ansteckung mit Erkältung, Grippe oder Magen-Darminfektionen verringern. Und behaltet euer Kind, wenn es einen Infekt oder unklares Fieber hat, lieber zu Hause. So hat es die Ruhe, um wieder gesund zu werden, und die anderen Kinder bleiben vor Ansteckung geschützt. Schaut doch auch mal in die Tipps zur sanften Abhärtung.

Tags: Kinderkrankheiten, Allergien, Hygiene

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