Unterstützung

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In den Tagen nach der Geburt wird sich deine Nachsorgehebamme um dich und dein Kind kümmern. Wenn du gesetzlich krankenversichert bist, werden die Kosten für die Hebammennachsorge so lange übernommen, wie du dein Kind stillst, also auch über die Zeit des Wochenbettes hinaus.

Die Hebammengebührenordnung regelt diese Leistungsübernahme. Diese beinhaltet übrigens auch die Kosten für den Rückbildungskurs – für maximal zehn Kursstunden zahlt also die Krankenkasse. Privatpatientinnen sollten sich bezüglich dieser Leistung bei ihrer Krankenkasse erkundigen und sich die Kostenübernahme schriftlich bestätigen lassen.

Die Hebamme schaut während der Nachsorge nicht nur, ob dein Kind gut an Gewicht zulegt, ob es gesund ist und wie der Nabel aussieht, sie hilft dir auch bei vielen anderen Fragen, die sich dir nun stellen. Bei Bedarf berät deine Hebamme dich beim Stillen. Sie schaut sich nach einem Kaiserschnitt die Narbe an, versorgt die Dammnaht, kontrolliert deinen Wochenfluss und kann dir sicher auch die perfekte Wickeltechnik für das Tragetuch zeigen.

Neben den praktischen Ratschlägen kann sie aber vor allem auch zuhören und Tipps für die Seele geben. Du kannst mit ihr über Ängste und Sorgen sprechen und über deine allgemeine Gefühlslage. Auch bei der Verarbeitung des Geburtserlebnisses kann sie dir helfen. Eine Hebamme ist erfahren, sie wird dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Das Wochenbett ist eine wichtige Phase, in der du die Hilfe deiner Hebamme in Anspruch nehmen darfst und sollst. So viel Neues geschieht in deinem Leben, da ist es schön, eine kompetente Ansprechpartnerin zu haben.

Neben der Hebamme gibt es aber natürlich noch weitere Ansprechpartner in der Zeit nach der Geburt. Je nach Fragestellung hilft dir der Gynäkologe oder auch eine Stillberaterin.

Einige frischgebackene Mütter haben das große Bedürfnis, mit der eigenen Mutter über die Erfahrungen zu sprechen, die sie von nun an mit ihr teilen. Andere wiederum suchen sich lieber gleichaltrige Mütter, um sich über das Erlebte auszutauschen. Vor allem aber der Partner spielt für die meisten eine wichtige Rolle, um sich immer wieder an das große Erlebnis zu erinnern und über das neue Leben mit dem Kind zu sprechen.

Aber vielleicht hast du bei all diesen Gesprächen das Gefühl, dass die anderen dich gar nicht verstehen, dass mit der Geburt etwas Schweres, Belastendes über dich gekommen ist, dem du nicht entfliehen kannst. Bedrücken dich solche Gefühle über längere Zeit, liegt vielleicht eine postnatale Depression vor. Du solltest dich dann unbedingt an einen Experten oder einen Selbsthilfeorganisation wie den Verein Licht und Schatten wenden.

Tags: Hebamme, Kaiserschnitt, Wochenbett, Depression, Unterstützung

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