Nach der Geburt

Lachende Mutter
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Aller Anfang ist schwer? Das muss nicht sein, wenn du gut auf deine eigenen Bedürfnisse achtest. Gerade in der ersten Zeit mit dem Baby haben Frauen feine Fühler, was sie brauchen. Bei den einen mag das viel Aktion und Besuch sein, bei den anderen überwiegt womöglich der Wunsch nach Ruhe.

Die Familienkonstellation hat sich verändert, alles ist neu und ungewohnt. Wie ihr als Paar die ersten Tage zu Hause mit eurem Neugeborenen gestalten möchtet, liegt ganz in eurem persönlichen Ermessen. Es ist klar, dass dies nach den verschiedenen, individuellen und auch kulturellen Prägungen und Bedürfnissen stark variieren kann.

Vielleicht hast du das Bedürfnis, allein mit deiner Familie, ruhig und nur mit wenig Besuch diese erste Zeit zu Hause miteinander zu verbringen und deine Gefühle zu sortieren? Oder wünscht du dir, dass jemand, vielleicht deine Mutter oder eine Freundin, als “guter Geist” im Haus ist und euch als junge Familie umsorgt?

Das Thema Besuch stellt seine eigenen Anforderungen. Natürlich sind Freunde und Verwandten neugierig und können es nicht abwarten, euch mit eurem Baby zu sehen. Und vielleicht möchtest du selbst dein Kind auch gern so bald wie möglich allen vorstellen?

Oder hast du eigentlich nur das Bedürfnis nach Ruhe, wagst es jedoch nicht, den ständigen Besucheranfragen etwas entgegenzusetzen? Besprecht das Thema untereinander und macht eine für dich stimmige Besucheranzahl oder -zeit ab. Zum Beispiel könntet ihr pro Tag gegen halb vier am Nachmittag jeweils einige Freunde oder Verwandte empfangen. Aufgabe des Mannes kann es dann sein, diese Besuche zu organisieren und mit den Freunden und Verwandten zu planen.

Grundsätzlich brauchen Körper und Psyche der Wöchnerin ihre Zeit, um sich zu erholen, auch wenn die Geburt ohne Komplikationen verlief. Einige Frauen reagieren in dieser Zeit des Wochenbettes empfindlich auf Unruhe und Hektik. Das kann sich bei der einen Frau mit einer erhöhten Bereitschaft für einen Milchstau, bei einer anderen mit ersten Anzeichen einer Wochenbettdepression zeigen.

Es ist also gerade für Mutter und Kind sehr wichtig, immer wieder auch Oasen der Ruhe zu haben, ohne Hektik und soziale Anforderungen, wie sie unweigerlich anfallen, wenn den ganzen Tag über Besucher ein- und ausgehen. Auch wenn du dich stark und fit fühlst, ist es also sinnvoll, sich nicht zu viel vorzunehmen und für genügend Gelegenheiten zur Entspannung zu sorgen.

In der ersten Zeit nach der Geburt hast du für alle emotionalen und körperlichen Belange zudem Hilfe durch deine Hebamme. Sie kommt ins Haus und hilft dir auch bei Fragen zum Stillen, zur Babypflege etc. Wenn du gesetzlich krankenversichert bist, zahlt die Krankenkasse diese Hausbesuche für Wochenbett und Stillberatung.

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