Kinderkrankheiten

Ärztin
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Windpocken machen schlechte Laune, weil sie dein Kind durch den Juckreiz nachts vom Schlafen abhalten und tagsüber beim Spielen stören. Am meisten leiden die Kinder aber eigentlich an der Isolation – Windpocken sind ansteckend, also sind Kindergarten und Spielplatz tabu.

Wie der Name sagt, wird diese Viruskrankheit durch den Wind und nicht nur durch direkten Kontakt übertragen. Wenn sich z. B. ein mit Viren gefülltes Bläschen öffnet, können die Viren frei werden.

Zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung beginnen die Windpocken mit Fieber, Krankheitsgefühl und den typischen Knötchen, die sich im weiteren Verlauf zu etwa streichholzkopfgroßen Bläschen entwickeln. Diese beginnen meist im behaarten Kopf und treten dann am ganzen Körper auf. Sie jucken recht stark und verführen die Kinder zum Kratzen, was eine Zweitinfektion mit Eitererregern auslösen und zu Narben führen kann.

Die Bläschen können auch im Rachen, der Bindehaut und bei den Mädchen in der Scheide vorhanden sein. Meist sind Hohlhand und Fußsohlen frei von Bläschen. Die Ansteckungsgefahr beginnt bereits vor Ausbruch der Krankheit und endet, wenn alle Bläschen verkrustet sind.

Die Behandlung besteht im Abtupfen der Bläschen mit einer juckreizstillenden, entzündungshemmenden Lotion und eventuell allgemein mit juckreizstillenden Tropfen, besonders in der Nacht, damit die Kinder schlafen können und sich nicht kratzen. In Deutschland raten Kinderärzte bereits zur Impfung.

Die Gürtelrose, die ältere Menschen betrifft, wird von demselben Virus ausgelöst wie die Windpocken. Zwanzig Prozent derjenigen, die schon Windpocken hatten, können später an der Gürtelrose erkranken und wiederum Kinder anstecken.

“Vier Tage nachdem sein kleiner Bruder geboren war, bekam Marc die Windpocken. Das war schon eine echte Doppelbelastung, aber wir hatten einen tollen Kinderarzt, der auch außerhalb seiner Sprechzeiten ein offenes Ohr für uns hatte.”
Maren (32)

Tags: Fieber, Windpocken, Juckreiz, Krankheiten, Kinderkrankheiten

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