Ernährung in der Schwangerschaft

Gemüse
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Woher kommen eigentlich die Heißhungerattacken in der Schwangerschaft? Und wie kann ich durch die Ernährung die beste Versorgung für mein ungeborenes Baby gewährleisten? Lauter wichtige Antworten. Selbst zu den berüchtigten sauren Gurken …

Die Essgewohnheiten von Schwangeren sind berüchtigt. Die Legenden reichen von der Gier nach sauren Gurken bis hin zu der Vorliebe, den Pudding mit Ketchup anzureichern.

Dabei sind die Gewohnheitsänderungen meist gar nicht so spektakulär, wie sie uns in Fernsehen und Werbung angekündigt werden. Und viel mehr Kalorien solltest du auch nicht zu dir nehmen, der Energiebedarf steigt nur geringfügig. Aber leichte Appetitschwankungen sind normal. Die eine Frau hat zeitweise keinen Appetit mehr auf Süßes, eine andere möchte plötzlich jeden Tag Fleisch auf dem Teller haben. Was aber sorgt für all diese Legenden?

Es sind vermutlich die Heißhungerattacken, vor denen fast keine Schwangere gefeit ist. Während dieser Zeit kann es tatsächlich zu ungewöhnlichen kulinarischen Zusammenstellungen kommen. Erst Chips, dann Kekse, dann ein Brot mit Leberwurst und Honig … Süß, salzig, süß und so weiter. Wahrscheinlich liegt das am Hormon Beta-hCG (beta-humanes Choriongonadotropin). Dieses sorgt bei einigen Schwangeren für Übelkeit, bei anderen für großen Hunger.

Kein Wunder, denn für den Aufbau von fetalem Gewebe, Plazenta, Fruchtwasser, Gebärmutter und Mammagewebe werden bis zum Ende der Schwangerschaft 925 g Eiweiß, 3825 g Fett, 30 g Kalzium, 565 mg Eisen, 100 mg Zink und noch viele andere Baustoffe benötigt.

Damit dein Kind im Bauch gut versorgt ist, ist es wichtig, dass du dich vielseitig ernährst und genügend trinkst. Nimm statt dem gewohnten Kaffee lieber einen kleinen Obstsnack zu dir, das ist ein erster Schritt hin zu einer ausgewogenen Ernährung. Auf Nahrungsergänzungsmittel kannst du dann fast gänzlich verzichten, ausgenommen davon ist die Folsäure, die sehr wichtig für Schwangere ist und aus der Nahrung kaum in ausreichendem Umfang aufgenommen werden kann.

Auf Diäten solltest du übrigens in der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit verzichten: Dein Baby ist wichtiger als deine Figur! Einzig Frauen, die an Schwangerschaftsdiabetes leiden, sollten sich an die genauen Ernährungsvorgaben des Arztes halten. Für alle anderen gilt: Fette und Öle gehören (in kleinen Mengen zumindest) genauso auf einen ausgewogenen Speiseplan wie Getreide und Milchprodukte. Guten Appetit!

Eine Schwangerschaft fordert dir auf allen Ebenen eine Menge ab. Der wachsende Bauch, die hormonelle Umstellung, das Kind, das auf die Organe drückt, sind nur einige Aspekte. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kannst du dein Wohlbefinden unterstützen. Als besonders hilfreich haben sich folgende Grundprinzipien erwiesen:
* Das Essen auf viele, dafür kleine Mahlzeiten verteilen.
* Langsam essen und gut kauen.
* Verzicht auf sehr fettige und scharfe Lebensmittel.

Tags: Wohlbefinden, Gefährliche Genüsse, Ernährung in der Schwangerschaft

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