Gesundheit

Mutter am Strand
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Von Eltern gefürchtet, von Wissenschaftlern beforscht: der Plötzliche Kindstod. Ein Phänomen, das so alt wie rätselhaft ist. Aber es gibt bestimmte Bedingungen, die die Wahrscheinlichkeit des Kindstodes verringern können.

Der Plötzliche Kindstod, auch Plötzlicher Säuglingstod, Krippentod oder Sudden Infant Death (SID) genannt, ist der plötzliche und unerwartete Tod eines anscheinend gesunden Babys. Er ist ein seit alttestamentarischen Zeiten bekanntes Phänomen.

Verständlicherweise haben viele junge Eltern große Angst, ihr Kind könnte ebenfalls Opfer dieses unheimlichen Todes werden. Umso wichtiger ist es, möglichst genau über den Kindstod selbst und über seine möglichen Ursachen Bescheid zu wissen, vor allem um die richtigen Vorbeugemaßnahmen zu ergreifen.

So sollte dein Baby zum Schlafen immer auf dem Rücken liegen, im Schlafsack schlummern statt unter Decken und sein eigenes Bett im Elternschlafzimmer stehen haben. Zudem ist es wichtig, dass in der Umgebung des Babys keinesfalls geraucht wird. Wenn möglich, ist außerdem das Stillen des Kindes dringend zu empfehlen.

Ein paar statistische Daten vorab: Tatsächlich gehört der Plötzliche Kindstod mit etwa dreißig bis vierzig Prozent in Deutschland zu den häufigsten Todesarten im Säuglingsalter. Mit jährlich etwa dreihundert Fällen sterben hier also deutlich mehr Kinder am Plötzlichen Kindstod als vergleichsweise bis zum 15. Lebensjahr im Straßenverkehr oder an Krebs. Von 10000 Kindern sterben fünf durch SID. Der Plötzliche Kindstod betrifft vor allem Säuglinge im ersten Lebensjahr und kommt in allen Kulturkreisen und in allen sozialen Schichten vor.

Mehr als die Hälfte der Opfer sterben im ersten Lebenshalbjahr, der höchste Gipfel der SID-Sterblichkeit liegt gemäß allen weltweit durchgeführten Studien zwischen dem zweiten und vierten Monat. Das SID-Risiko fällt dann tendenziell ab. Mit der Vollendung des zweiten Lebensjahres ist das Risiko bei Null.

In vielen Studien findet man auch eine jahreszeitliche Abhängigkeit der SID-Sterblichkeit, wobei in den Wintermonaten mehr Kinder sterben als in der wärmeren Jahreszeit. Diskutiert wird derzeit auch eine von Wetterlagen abhängige Sterblichkeit.

Tags: Rauchen, Schlafen, Stillen, Passivrauchen, Gesundheit

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