Recht

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Das Recht der Vornamensgebung ist in Deutschland im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Dort ist zwar nicht ausdrücklich von Vornamen die Rede, die Vornamensgebung leitet sich aber aus der Personensorge ab, das heißt, dass die Vornamensgebung beiden Elternteilen zusteht, wenn sie gemeinsam sorgeberechtigt sind.

Das Grundgesetz erlaubt es Eltern, den Namen ihrer Kinder nahezu frei zu wählen. Es gibt jedoch Richtlinien, die Namen wie Champagner Müller und Borussia Meyer verbieten. Das Standesamt entscheidet schließlich, ob ein Name zulässig ist oder abgelehnt wird. Gegen diese Entscheidung kann aber beim Familiengericht Klage eingereicht werden.

Eltern müssen sich bei der Namensgebung an folgende Grundsätze halten:

  • Der Vorname muss als solcher zu erkennen sein.
  • Es muss eindeutig sein, ob es ein Jungen- oder ein Mädchenname ist. Bei geschlechtsneutralen Vornamen wie Conny, Kim, Siggi oder Toni fordert der Standesbeamte die Eltern auf, einen weiteren Vornamen hinzuzufügen, der das Geschlecht des Kindes eindeutig erkennen lässt.
  • Der Name sollte kein Orts-, Familien- oder Markenname sein (in Einzelfällen gibt es Sondererlaubnisse).
  • Das Kindeswohl darf durch den Namen nicht gefährdet werden (sein Kind Osama Bin Laden zu nennen ist verboten).
  • Innerhalb eines Monats nach der Geburt muss der Name feststehen.
  • So schön der Name auch ist, er darf nicht rechtlich geschützt werden.

Denk bei der Wahl des Namens für dein Kind nicht nur an deine eigenen Vorlieben. Dein Kind muss gegebenenfalls die Hänseleien auf dem Schulhof ertragen, nicht du. Kinder äußern viel offener ihre Meinung als Erwachsene.

Tags: Namensgebung, Vornamen, Namensrecht, Namen, Recht

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