Kinderbetreuung

Kinder spielen Arzt
­

Babysitter, Tagesmutter oder Au-pair – es gibt so viele Betreuungsmöglichkleiten für Kinder. Doch für viele Eltern ist das Schwierigste am Anfang, das eigene Kind anderen Menschen anzuvertrauen …

Vielleicht geht es anfangs ja nur darum, ab und zu mal eine Auszeit zu haben. Schließlich fordert dein Baby deine Aufmerksamkeit und Zuwendung quasi rund um die Uhr. Es in guten Händen zu wissen und selbst mal für ein paar Stunden etwas für sich zu tun oder auch nur in Ruhe einkaufen zu gehen, das kann eine wichtige Kraftquelle für dich sein. Und Abende, die ihr als Paar außerhalb der Wohnung verbringt, sind oft ein belebendes Elixier für die Partnerschaft.

Vielleicht geht es aber auch schon weiter, du planst den baldigen Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit und denkst darüber nach, wer dein Kind dann betreuen könnte. Bei diesem Thema geht es nicht nur um praktische Fragen, sondern sehr stark auch um Emotionales:

Den meisten Eltern fällt es anfangs schwer, sich von ihrem Kind zu trennen und es anderen Menschen anzuvertrauen, etwa der Tagesmutter oder dem Au-pair-Mädchen. Aber selbst wenn es sich um die Großeltern oder um Freunde handelt, ist es nicht immer leicht, loszulassen. Denn natürlich erfordert es eine Menge Vertrauen, jemandem ein Baby zu überlassen, das noch nicht selbst erzählen kann, ob es sich mit der Betreuungsperson wohlfühlt oder eben nicht. Da stellen sich Eltern schon die eine oder andere Frage, schließlich sind sie ja nicht dabei. Sind Omas Reaktionen wirklich noch schnell genug, um unser Kind zu schützen? Und was, wenn der Bekannte wieder stundenlang telefoniert, während er eigentlich aufpassen soll?

Natürlich ist es wichtig, dass du ein gutes Gefühl hast, wenn du jemandem dein Kind anvertraust. Dafür solltest du auch wesentliche Themen mit der Person vorab besprechen. Oder dich auch gegen den Babysitter entscheiden, der am Telefon so sympathisch klang, wenn er dir im Gespräch nicht verbindlich genug erscheint. Aber du solltest auch wissen, dass es für dein Kind eine Bereicherung sein kann, mit anderen Menschen als nur den Eltern Kontakt zu haben. Dass es auch in Ordnung ist, dass andere Menschen manche Dinge anders machen als du: Andere Menschen lassen dein Kind anderes erleben – vielleicht kann der Babysitter wundervoll singen, vielleicht hat die Erzieherin im Kindergarten tolle Tricks, wie das Essen mit dem Löffel mehr Spaß macht … Zu lernen, dass es bei den Menschen, die du für es aussuchst, gut aufgehoben ist, dass es sich bei anderen wohlfühlen und sich ihnen anvertrauen kann, ist eine wichtige und letztlich das gesamte Leben prägende Erfahrung für dein Kind.

Und du spürst, wie gut dir die Auszeiten tun – und dass du oft auch mit neuer Freude und Heiterkeit zu deinem Kind zurückkehrst! Und es wird dir sicherlich immer leichter fallen, dieses Vertrauen zu haben. Dein Gefühl wird dir den richtigen Weg zeigen.

“Ich fand es wundervoll, zu sehen, wie sich Jakob auf dem Arm seiner Tagesmutter trösten ließ. Da wusste ich: Selbst wenn er mal schlechte Laune hat, kann ich ihn ruhigen Gewissens zur Tagesmutter bringen.”
Mareike (31)

Austausch mit anderen Eltern

Das Gespräch mit anderen Eltern kann immer wieder wohltuend sein, wenn man sich gegenseitig von Freuden und Sorgen erzählt, einander Tipps gibt und einfach spürt, dass es anderen ganz ähnlich geht wie einem selbst.

Der “Austausch” kann aber auch die praktische Form annehmen, dass ihr einander unterstützt, indem ihr abwechselnd die Kinder hütet. Vielleicht hast du Freunde und Bekannte, die in der gleichen Familiensituation sind wie du. Oder du hast während der Geburtsvorbereitung oder im Krankenhaus andere Eltern kennengelernt, die zur gleichen Zeit wie du ein Kind erwarteten und bekommen haben.

Solche Freundschaften unter Müttern und Vätern sind etwas Schönes und auch Nützliches. Gerade Eltern, die schon ältere Kinder haben, können dir sicher auch darüber hinaus mit dem Thema Kinderbetreuung weiterhelfen, indem sie dir von ihren Erfahrungen mit Babysittern, Tagesmüttern oder Kitas berichten.

Um Zeit und Nerven zu sparen: Verabrede dich mit einer befreundeten Mutter auf einem Spielplatz, der in der Nähe eines Supermarktes liegt. Während eine Mutter auf die Kinder aufpasst, kann die andere in Ruhe einkaufen gehen.

Tags: Großeltern, Partnerschaft, Berufstätigkeit, Vertrauen, Kinderbetreuung

Gewinnspiele und Gutscheine