Stillen

Baby wird mit Fläschchen gestillt
­

Beim ersten Mal kommt es dir vermutlich noch sehr merkwürdig vor, aber du wirst merken, dass das Abpumpen der Muttermilch viele Vorteile für dich haben kann. Überlege, welche Pumpe für dich die richtige ist.

Es kann ganz unterschiedliche Gründe geben, weshalb es sinnvoll ist, Muttermilch abzupumpen, beispielsweise bei Schwierigkeiten beim Stillen, bei einem Milchstau oder auch weil du nicht bei deinem Kind sein kannst. Je nach Situation eignet sich das eine oder das andere Pumpenmodell.

Wenn du nach der Geburt oder in den späteren Wochen und Monaten über längere Zeit von deinem Kind getrennt bist, eignet sich eine größere, elektrische Pumpe. Diese kann in Apotheken gemietet werden. Um die Milch gelegentlich, zum Beispiel für einen Abend, abzupumpen oder um eine übervolle Brust zu entlasten, reicht eine Handpumpe. Bei häufigerem Gebrauch empfiehlt sich eine kleine elektrische Pumpe.

Wenn das Saugen des Kindes in den ersten Tagen nicht wirkungsvoll ist oder du sogar von ihm getrennt bist, ist das Pumpen ein gutes Mittel zum Anregen des Milchflusses. In diesem Fall ist es wichtig, in den ersten zwei Stunden nach der Geburt mit dem Abpumpen zu beginnen.

Danach ist es sinnvoll, im Trinkrhythmus deines Babys zu pumpen. Das heißt am Tag ca. alle drei bis vier Stunden. Wenn dein Kind in der Nacht eine längere Schlafphase hat, dann solltest du diese ebenfalls zur Erholung nutzen – deine Milchproduktion wird sich wie von selbst an eure Rhythmen anpassen.

Die Pumpdauer zum Leeren beider Brüste bewegt sich zwischen zehn und fünfzehn Minuten insgesamt mit dem Doppelpumpsystem (beide Brüste werden gleichzeitig abgepumpt) und zehn bis fünfzehn Minuten pro Brust, also insgesamt zwanzig bis dreißig Minuten. Wenn du an den Brüsten einzeln abpumpst, kannst du die Seite wechseln, sobald die Milch nicht mehr gut fließt. Dadurch wird die Milchproduktion besser angeregt. Gehe später wieder zur anderen Brust zurück. Die gesamte Pumpzeit verändert sich nicht: zehn bis fünfzehn Minuten pro Seite.

Nicht bei allen Müttern funktioniert das Abpumpen problemlos. Nimm dir Zeit, wenn es nicht sofort klappt. Du brauchst Entspannung und Ruhe, denn Psychologie spielt hier eine wichtige Rolle. Mitunter fließt die Milch erst dann, wenn die Mutter ihr Baby oder ein Foto von ihm sieht.

Umgang mit abgepumpter Milch

  • Die Milch muss in einem sauberen, verschlossenen Gefäß im Kühlschrank bei 4 °C aufbewahrt werden.
  • Dort ist sie ca. drei Tage haltbar, im Tiefkühlfach ca. sechs Monate lang.
  • Vor dem Füttern wird die Milch unter fließendem Wasser oder im Wasserbad auf Trinktemperatur (37 °C) erwärmt. Geeignet sind auch Babykostwärmer. Milch nicht in der Mikrowelle erwärmen.
  • Einmal erwärmte Milch und Flaschenreste nicht wieder verwenden.

Tags: Stillschwierigkeiten, Stillzeiten, Trinkrhythmus, Abpumpen, Hilfsmittel, Stillen

Gewinnspiele und Gutscheine