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Unfälle |Kleinkind 30.08.2013

Schreiender Säugling auf Bauch liegend
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Neunzig Prozent aller Vergiftungs­un­fälle betreffen Klein­kinder im Alter von einem bis fünf Jahren. Sie erfolgen beinahe immer aus Neugier und weil Kleinkinder meist alles in den Mund nehmen.

Unter Vergiftung wird allgemein jede Aufnahme eines Stoffes verstanden, der nicht als Nahrungsmittel dient. Etwa die Hälfte der Vergiftungsunfälle sind auf Medikamente (die nicht für Kinder be­stimmt sind) zurückzuführen und dreißig Prozent auf Haushaltschemikalien wie Putzmittel etc.

Aber auch Gegenstände wie Pflan­zen, Kosmetika, Zigaretten und vie­les andere wecken das Interesse der Kinder. Bei älteren Kindern steht nicht mehr die Neugier, sondern das Nachahmen der Erwachsenen im Vordergrund. Diese zeigen den Kindern täglich, wie man Tabletten schluckt, Alkohol trinkt oder raucht.

Bewahrt Putzmittel und Medikamente niemals an einem Ort auf, zu dem Kinder Zugang haben!

Symptome

Allgemeine Vergiftungserscheinungen äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Er­regungszuständen, Verwirrtheitszustän­den, Beschleunigung oder Verlangsa­mung des Pulses, Blässe, Rötung, Hitzegefühl, Bewusstseins­trübung bis Bewusstlosigkeit, Schock und Atemnot bis Atemstillstand.

Fragt bei eurem Kinderarzt nach dem nächsten Giftnotruf und speichert euch die Nummer für den Notfall im Telefon!

Erste Maßnahmen

Ruhe bewahren! Handle überlegt und nicht übereilt. Rufe das Berliner Giftnotrufzentrum unter 030-19240 oder die Gift-Informationszentrale NRW unter 0228-19240 an. Dort wird man dir Fragen bezüglich des Vergiftungsereignisses stellen, auf die du vorbereitet sein solltest. Halte möglichst die Flasche mit dem Etikett und den entsprechenden Beipackzettel bereit.

Notruf
Berliner Giftnotrufzentrum: 030-19240
Gift-Informationszentrale NRW: 0228-19240
Checkliste vor dem Anruf beim Giftnotruf
* Wer? – Alter, Geschlecht und Gewicht des Kindes.
* Was? – Alles, was du über das eingenommene Mittel und die Einnahme weißt.
* Wie viel? – Versuche die eingenommene Menge abzu­schätzen.
* Wann? – Berechne oder schätze die Zeit seit der Einnahme.
* Was noch? – Beschwerden des Kindes, erste Zeichen, erste Maßnahmen.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann Folgendes getan werden:
Wenn das Kind wach ist und ein Gift verschluckt hat, soll in der Regel viel Wasser (keine Milch!) zu trinken gegeben werden. Ausnahme: Bei schäumenden Produkten, wie zum Beispiel Seifen und Waschmittel, nur einen Schluck verabreichen! Bitte gib kein Wasser bei schäumenden Reinigungsmitteln (kann die Atmung behindern!).

Nach Absprache mit dem Arzt oder dem Giftnotruf sollen je nach eingenommenem Produkt auch spezifische Maßnahmen ergriffen werden, wie das Verabreichen von Aktivkohle oder von schaumhemmenden Medikamenten. Das Auslösen von Erbrechen wird nicht mehr empfohlen und kann sogar gefährlich sein!

Nach Einatmen giftiger Substanzen soll das Kind sogleich an die frische Luft gebracht werden. Der Retter soll sich dabei aber nicht selbst in Gefahr bringen, dies gilt z. B. bei einem Silo oder in geschlossenen, schlecht belüfteten, kleinen Räumen wie etwa Garagen.

Tags: Erbrechen, Atemnot, Bewusstlosigkeit, Unfälle, Unfälle, Kleinkind

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