Geburt mit Komplikationen
Auch mit dem natürlichsten Lebensstil und der besten Vorbereitung einer Frau und Familie sind unter der Geburt manchmal Interventionen und medizinische Hilfe nötig, die eine so genannte natürliche Entbindung unmöglich machen.
Viele Frauen sind enttäuscht, wenn es Komplikationen gibt, die Geburt notfallmäßig beendet werden muss oder das Baby zu früh kommt. Fälschlicherweise empfinden einige Frauen eine Geburt mit Komplikationen als persönliches Versagen. Das ist aber Quatsch! Wichtig ist doch, dass es dir und deinem Kind gut geht, egal auf welche Weise es zur Welt kommt.
Am besten, du beschäftigst dich auch schon in der Schwangerschaft einmal mit allen möglichen Geburtsformen, um im Ernstfall nicht überrumpelt zu werden. Stell dir vor, dass ein Kaiserschnitt deinem Kind (und Ihnen) womöglich das Leben retten kann und schon erscheint die “Schnittentbindung” in einem ganz anderen Licht. So kannst du zwar Respekt vor einer Saugglocken- oder Zangengeburt haben, aber sofern sie dein Baby bei seiner anstrengenden Geburtsarbeit unterstützt, soll doch jedes Mittel recht sein, oder? Auch ein Dammschnitt kann deinem Baby den Weg zu dir erleichtern.
Für den Fall, dass du auch Wochen nach der Geburt nur mit traurigen Empfindungen an deine Entbindung zurückdenken kannst, weil sie anders verlief, als du es dir ausgemalt hattst, dann sprich mit deiner Hebamme oder mit deinem Gynäkologen darüber. Das kann für die Geburtsverarbeitung wichtig sein.
Tags: Natürliche Geburt, Rund um die Geburt, Geburtsvorbereitung, Kaiserschnitt, Geburt mit Komplikationen, Saugglockengeburt, Geburt











Mein Silvester Ich glaube keiner von euch hatte so ein Silvestererlebnis wie ich.
Gegen 22.00 Uhr bemerkte ich, dass ich Blutungen hatte. Da sowas in der Schwangerschaft ja nicht gut sein soll, rief ich im Krankenhaus an, die sagten ich solle vorbei kommen. Gegen 22.30 Uhr waren wir dann im Krankenhaus und mussten noch 20 Minuten auf die Hebamme warten. Die machte erst einmal ein CTG (25 min. Dauer), bevor sie sich die Blutung ansah. Die war mega unfreundlich und auch bei den späteren Untersuchungen alles andere als feinfühlig! Wir nennen sie daher “Schwester Rabiata”. Dann schickte sie mich eine halbe Stunde laufen und schaute nochmal nach. “Das Baby kommt wohl heute”, sagte sie. Dann noch ein CTG . Der Wehenschreiber schlug voll aus, aber ich merkte davon gar nichts…bin ja wegen den Blutungen ins Krankenhaus gefahren, nicht weil ich Wehen hatte, die hab ich nämlich gar nicht bemerkt! Mein Mann sagte, dass er mich wieder mit nach Hause nehmen wolle und mich bestimmt nicht über Nacht bei Schwester Rabiata lassen würde. Ich hatte ja keine Schmerzen und war mir sicher, das Kind kommt heute nicht. Beim zweiten CTG wurde ich etwas traurig. Es war gerade 0.00 Uhr geworden und das Feuerwerk ging los. Nach weiteren vergangenen 10 Minuten machte mich Schwester Rabiata dann vom CTG los, sodass ich noch ein wenig vom Feuerwerk erleben konnte. Das Schönste war aber schon vorbei und Freude machte mir das auch nicht mehr das anzuschauen. Ich war mega aufgeregt, weil Schwester Rabiata mich über Nacht da behalten wollte…Von wegen mein Baby kommt. Als sie dann meinte, sie wolle mir gleich erst einmal eine “Wasserspühlung” verpassen, sagte ich ihr, dass wir das mit dem Kindbekommen gar nicht so eilig hätten und mein Mann mich lieber wieder nach Hause mitnehmen würde… Ich bemerk nicht eine Wehe und sie meint das Kind kommt und dann noch ne “Wasserspühlung”, NEIN DANKE! Wir sollten noch weitere 10 Minuten auf den Arzt warten, der schaute sich auch noch einmal alles an, machte einen Ultraschall und meinte, die Blutungen sind nicht schlimm, was mich ein wenig beruhigte. Jedoch schloss er sich Schwester Rabiata an, dass es durchaus geschehen kann, dass unser Kind heute noch kommen könnte. Kann sein? Also das war mir zu wage ausgedrückt und mit Schwester Rabiata wollte ich auch nichts zutun haben. Wir teilten Arzt und Hebamme dann mit, dass wir lieber Nachts nochmal losfahren würden, als uns im Krankenhaus irre machen zu lassen. Gegen 0.45 Uhr waren wir dann wirder Zuhause. Die hatten mich so wild gemacht, dass ich kein Auge zubekommen hab. Mein Mann konnte natürlich auch nicht pennen. Gegen 3.30 Uhr bin ich dann eingaschlafen. Der Wecker ging dann wieder um 7.00 Uhr. Meinen Mann weckte ich um 8.00 Uhr. Um 9.30 Uhr durften wir wieder ins Krankenhaus zur “Nachkontrolle”. Und wieder ne halbe Stunde CTG und als wenn wir es geahnt hätten…NICHT EINE WEHE! Das war eine Nacht sag ich euch. Aufregender kann eine Silvesternacht wohl nicht sein.
Aber ganz erlich, wenn ich das so erzähle/schreibe, muss ich schon lachen. Sowas kommt sonst nur im Film vor. Heute 1.1.13 ist mein Geburtstermin. Es ist 21.00 Uhr und nicht eine Wehe. Das das Kind heute nicht mehr kommt, wusste ich schon heute morgen um 9.00 Uhr. Kenn doch unser Kind, das meinte auch mein lieber Ehemann. Eins steht fest, seit letzter Nacht bin ich mega aufgeregt, weil die mich so aufgekratzt haben, statt mich zu beruhigen. Ich weiss, dass ich bzw. das Kind soweit bin/ist, dass es jederzeit losgehen kann, aber nicht mehr heute. Ich bin richtig kaputt und müde! Halte mich gerade mit Cappo wach. Jetzt heißt es abwarten und ich glaube mein Mann ist aufgeregter als ich. Ich schreib hier natürlich nicht jedes Detail, aber eins könnt ihr mir glauben, sowas unfreundliches, verachtendes, erniedrigendes und RABIATES wie in diesem Krankenhaus hab ich als Hochschwangere echt nicht erwartet. In diesem Sinne, ICH FREU MICH SCHON MEGA AUF DIE GEBURT! Das Königskind ist da Heilige drei Könige, 6.30 Uhr. Ich rufe meinen Mann:”Schatz bist du wach? Ich glaube meine Blase ist geplatzt.” Mein geliebter Ehemann steht auf. Er hat die ganze Nacht nicht schlafen können. Ich selbst hatte wenns hoch kommt 4 Stunden schlaf. Wir warten erst noch ein wenig, bin mir noch nicht sicher…7.30 Uhr ja ist die Fruchtblase. 7.45 Uhr ich ruf im Kreissaal an…Keiner geht ran..ich wähle nochmal die Nummer…Keiner geht ran. Ich hab noch eine Nummer von der Station…Super es meldet sich jemand. “Guten Morgen, Anderson mein Name, ich wollte nur ebend bescheid sagen, dass ich so in einer halben Stunde bei Ihnen bin.” Ach Sie sind das, entgegnet Sie mir, sie dachte wir wären in ein anderes Krankenhaus gefahren und hätten schon längst entbunden. Sie fragt wie oft die Wehen denn kommen würden…”Ne ich hab keine Wehen, ich hab nen Blasensprung.” Na dann müssen wir ja heute eh einleiten, sagt sie. Ich freute mich, da die Stationsschwester echt sehr nett war und ich Sie auch schon Silvester kennen lernen durfte. Und sie wusste sogar noch wer ich bin. Mein Mann ist mega aufgeregt, deswegen sind wir erst 8.30 Uhr im Kreissaal. SCHEIßE!!! Schwester Rabiata hat Dienst und öffnet mir diesesmal mit einem rauen GUTEN MORGEN die Tür. Erst mal CTG (20 Minuten)
…schon wieder…und wieder keine Wehen. Dann der Berühmte Satz mit der Spülung…das wird mir heute eh nicht erspart bleiben, Kind muss ja heute kommen denke ich mir. Mein Mann meldet mich währenddessen im Krankenhaus an…Heute muss ich ja da bleiben. 9.15 Uhr. Schwester Rabiata schickt mich laufen. Ich lauf durchs Krankenhaus und hab alle 3 Minuten starke Wehen. Oh ja nun kann ich sie merken und sie tuen weh. Zweimal musste ich mich setzen, konnte nicht mehr. Egal denke ich mir, da musste durch. 10.00 Uhr ich kann nicht mehr und geh zum Kreissaal. Jetzt darf ich rein. Schwester Rabiata macht wieder CTG (20 Minuten). Sie lässt mich im Kreissaal laufen. Alle 20 Minuten kommt sie wieder und schaut nach mir. Nach den ersten 20 Minuten sagt sie:”Sie können ruhig laut werden.” Bei jeder Wehe zieht sich mein Körper zusammen. Ich kniehe auf dem Boden und Athme alle Schmerzen weg…geht schon wieder. Mein Mann muss das alles ertragen. Er kann mir jetzt nicht wirklich helfen, bin aber froh, dass er da ist. Nach weiteren 20 Minuten kommt Schwester Rabiata in den Kreissaal und bereitet JETZT schon einiges vor. “Sie machen mir angst”, sagt sie, weil sie mich nicht schreien hört. Den Triumpf gönn ich ihr nicht. Ich muss schmunzeln…keine Ahnung was mich erwartet, mach das ja zum ersten Mal durch. Keine Ahnung wie lange ich noch durch den Kreissaal gelaufen bin, kam mir zumindestens nicht so lange vor. Schwester Rabiata schickt mich nochmal zum WC…hab das Gefühl ich muss andauernt. Irgendwann kann ich nicht mehr vor schmerzen und leg mich aufs Bett und wieder ein CTG…bis zum Ende der Geburt…Ich schau aufs Messgerät und seh´, dass die Wehen gar nicht so doll sind wie an Silvester…Alter, wieso hab ich denn dann solche Schmerzen, frag ich mich. Eines bin ich mir zumindestens sicher: Das Kind kommt heute noch! 11.40 Uhr ich bekomm starke Presswehen. Keine Ahnung was ich tuen soll..Ahtme immernoch alles weg..Schwester Rabiata gibt keine Anweisungen..wie gesagt, ist meine erste Geburt! Scheiß drauf, denke ich mir, fängste jetzt einfach schon mal an mit zu pressen, kann ja nur gut sein. Hab meinen Mann im Rücken stehen. Als es richtig los geht, stützt er mich von Hinten, feuert mich an, hechelt mit. Ich muss weinen, hab mega schmerzen, hab fast alles alleine ohne Hebamme erledigt und jetzt schreit sie mich an. “Ich kann nicht mehr!”,schrei ich zurück! Überhaupt bin ich nur noch am schreien! Scheiß aufs Athmen, Schmerz muss raus! Fühl mich zwischen ich brech glei zusammen und ich brech hier gleich hin. Frag mich, warum sie mich anschreit und mir nicht hilft, ich hab schmerzen und sie trägt dazu bei, dass sie noch unerträglicher werden, weil sie gegen das im Becken liegende Kind DRÜCKT. Wieso drückt sie? Ohrenbetäubende Schreie gehen durch den Kreissaal..Es sind meine Schreie..Sollen euch doch die Ohren platzen, denke ich mir. Mein Verhalten veranlasst Schwester Rabiata dazu mir noch weitere Qualen zu bereiten! Minuten vergehen, dann seh´ich wie sie zum Telefon geht. Sie ruft den Arzt..JUHUU ich weiss jetzt dauert es nicht mehr lange! Das letzte Stück kann ich kaum noch pressen, bin zu erschöpft und hab kaum noch Wehen und wenn dann halten sie nicht lange an. SCHULD SCHWESTER RABIATAS! Gibt mir entkrampfendes Mittel und schließt mich dann am Tropf an. Arzt ist da und stürzt sich wie ein Rugbyspieler zwei bis drei Mal mit aller Gewalt auf meinen Bauch. Ich bin ihm sehr dankbar dafür, denn nun hör ich es schreien und meine kleine Königin ist entlich auf der Welt (12.20 Uhr)! Zu Schwester Rabiata kann ich nur noch schreiben, dass ich diese Frau verachte! Was sie während der letzten 15-20 Minuten gemacht hat, war für mich die Hölle! Ich werde das hier nicht weiter thematesieren. Aber ihr könnt mir glauben, das war nicht schön! “Unsere kleine Tochter ist da.”, höre ich meinen Mann sagen. Ich schaue nach rechts und sehe meinen Mann mit Tränen in den Augen. Er tut mir so leid! Hab ihn wärend der gesamten Countdownphase nicht mehr gesehen, aber ich hab ihn gespürt, wie er mich gehalten hat und ich hab ihn gehört, wie er mich angefeuert hat. Ohne Ihn hätte ich das niemals geschafft. Ich bin ihm so dankbar, dass er mich so unterstütz hat. Ohne ihn wäre ich zusammengebrochen! Schwester Rabiata hat ihre Arbeit erledigt, Kind ist auf der Welt. Mein Ehemann hat mir während der gesamten Geburt gesagt, was ich nun weiter zutun hab…Das wäre ihre Aufgabe gewesen, aber keine Anweisung aus ihrem Mund. Dann hätte ich auch Zuhause bleiben können. Das wäre menschlicher gewesen. Hab mich wie auf ner Schlachtbank gefühlt, nur das selbst ein Schlachter gnädiger ist und seine Opfer nicht so quält. Ich wurde aufgeschnitten..hatte ich gar nicht mitbekommen, hatte andere Schmerzen…Nun muss ich genäht werden und bekomm meinen nächsten Schock: Der Arzt sticht mehere Male mit ner Betäubungsspritze zu und ich kann jeden Stich merken. Aber anstatt nun zu warten bis die Betäubung wirkt, fängt er sofort an zu nähen. Warum macht er das? Meine Beine zittern während er am nähen ist. Nach weiteren zwei Stunden mit nacktem Baby auf den Arm, komm ich entlich auf Station ins Zimmer. Ich will nur noch schlafen!
Nun kommen wir zur zweiten Hauptrolle in diesem Stück, denn Stationsschwester “Bräsig” kommt rein und bringt mir was zu essen. Man was freu ich mich. Kind im Arm, Essen vor mir und nun fängt sie an. Diese Dokumente müssen sie ausfüllen, hier brauche ich noch Informationen, da brauche ich noch was.. Nach 20 Minuten ist das Essen kalt..Ich hab gerade eine Geburt hinter mir, aber Rücksicht wird in diesem Krankenhaus nicht genommen! Gegen 16.00 Uhr verabschiedet sich mein Mann von mir. Er muss nach Hause schlafen. Soll er auch, immerhin hat er die letzte Nacht gar nicht geschlaften. Als er die Tür hinter sich schließt, muss ich weinen. Doch Ruhe hat er auch nicht, deswegen dreht er sich nochmal um, kommt zurück ins Zimmer und sieht meine Tränen. Als er fragt was los sei, sage ich ihm, dass ich nicht möchte dass er geht und frage wann er wieder kommt. 17.00 Uhr Schwester Bräsig kommt rein und teilt mir mit, dass mein Mann noch etwas hätte zu unterzeichnen müssen. Zum Glück haben wir den selben Nachnamen, sodass ich das jetzt machen darf. Es ist glaube ich so um 19.00 Uhr da kommt Schwester Rabiata ins Zimmer. Ich bin erschrocken! Sie erkundigt sich nach meiner Zimmernachbarin. Ich erwarte, dass sie gleich auch noch mit mir spricht, aber sie schaut mich an und geht ohne ein Wort zu mir zu sagen wieder aus dem Zimmer. Ein Glück! Es ist langweilig auf dem Zimmer. Ich hab ne´ Zimmernachbarin, die es nicht schafft ihr Kind zu stillen, deshalb schreit es die ganze Nacht und weckt mein Kind auch jedes Mal. Ich habs leichter! Will nicht stillen, bekomme deshalb Flaschen gebracht; Wundere mich nur, warum ich ständig hypoallergene Nahrung bekomme! Erfahre später, dass irgendwer im Krankenhaus nachträglich in meinem Mutterpass eingetragen hat, dass ich Allergien hab. ICH HABE KEINE ALLERGIEN! Zum Glück ist auf der Zimmer eine Bibel. Ich fang an zu lesen und komme die Nacht bis Moses 1:5. Die Nachtschwester kommt zwischendurch rein. Sehr nette Frau und große Ausnahme! Meine Zimmernachbarin und ich teilen ihr mit, dass wir morgen schon nach Hause wollen und fragen wie unsere Chancen stehen. Erwähnte ich schon, dass das eine sehr sehr nette Nachtschwester war? 1.30 Uhr ich versuche zu schlafen, hab aber keine Chance! 6.00 Uhr ich bin entlich eingeschlafen. 7.00 Uhr Schwester Bräsig steht bei meiner Zimmernachbarin. Nun kommt sie zu mir und will mir Blut abnehmen. Sie sticht in den rechten Arm und meint da würde sie nichts raus bekommen. Sie zieht die Kanüle wieder raus und macht nicht mal ein Pflaster drauf. Diese Stelle sieht man noch nach 5 Tagen. Sie sticht in den linken Arm und meint, die Stelle sei nun auch nicht viel besser. Sie bekommt aber was sie will. Hab ich schon erwähnt, dass ich keine Spritzen mag?! 7.30 Uhr Arztvisite. Werde abgetastet und muss mir unter dummen Kommentaren des mich nicht behandelnen Arztes sagen lassen, dass ich nach Ermessen heute raus darf! Um mir meine Entlassung zu erschweren teilt Schwester Bräsig mit, dass ich ja aber grünes Fruchtwasser hatte..NEIN HATTE ICH NICHT!!! Das bestätigt mein behandelnder Arzt zum Glück auch. 8.00 Uhr ich rufe meinen Mann an. Hol mich hier SOFORT raus! 9.00 Uhr mein Mann ist entlich da! 9.30 Uhr Schwester Bräsig nimmt meinem Kind Blut aus dem Fuß ab. Tapferes Mädchen! Ich frage zum 2ten Mal nach meinem Mutterpass und sie meint, keine Panik, hier geht schon niemand ohne seinen Pass! Ich hab noch Termine bei meinem Frauenarzt und will die absagen, die Nummer steht da drin. Ich frage Schwester Bräsig, ob sie sonst ebend anrufen kann, wenn sie mir schon nicht meinen Mutterpass aushändigen will. Der wird doch sehen, wenn Sie nicht kommen ist ihre Antwort. Spürbar wiederwillig ruft sie dann aber doch an…Naja zumindestens macht sie so, als würde sie dort anrufen. 10.00 Uhr ich will das Krankenhaus verlassen. Schwester Bräsig hält mich auf. Keine Ahnung worauf ich noch warten soll. Neben bei teilt sie mir mit, dass sie mir nochmal Blut abnehmen müsste. Als ich frage wofür, sagt sie mir, dass meine Blutprobe wohl verloren gegangen sei! Ich will hier nur noch raus also lass ich das auch noch zu. Jetzt bin ich fast fertig, fehlt nur noch mein Pass. Es klopft an der Tür und die Fotografin ist da. Wir lassen also noch Fotos von unserer Kleinen machen bevor wir gehen. Mein Mann geht mit der Kleinen vor. Ich geh noch am Schwesternzimmer vorbei und rein..Keiner da! Eine Tür weiter lese ich “Pflegeleitung” ich klopfe. Eine alte grauhaarige Hexe macht mir auf. Ich sehe meinen Pass und sage ihr, dass ich den gerne noch haben würde. Nein das geht nicht, ich kenne sie ja gar nicht, sagt sie. Ich will ihr meinen Personalausweis zeigen, daraufhin meint sie ich solle auf eine Schwester warten. Ich frage sie, ob ich nun an jeder Tür klopfen soll, bis ich eine gefunden hab, und sie sagt ich solle auf dem Flur warten, da würde gleich eine kommen…Ich kann echt nicht mehr…Scheiß drauf ich geh zu meinem Mann und will nur noch nach Hause! Ich sitz´ entlich im Auto und auf dem Heimweg kommen mir die Tränen. Was ist denn los?, fragt mein Liebster. NICHTS, ICH WILL EINFACH NUR NOCH NACH HAUSE. …2 Tage später…
U2 Untersuchung beim Kinderarzt im Krankenhaus. Ich muss da leider hin, weil die noch all meine Unterlagen haben. Hab noch Schwester Bräsigs Worte im Kopf..UND SEIEN SIE PÜNKTLICH, DER ARZT WARTET NICHT. 8.00 Uhr mir ist richtig schlecht! Hab nur drei Stunden geschlafen. Hab meinen Mann gebeten, dass er mit unserer Kleinen die Untersuchungen macht. Ich setz mich in die Ecke und schau mir das weitere Desaster an. 8.15 Uhr Schwester Nullplan nimmt einen Hörtest vor. Meine Zimmernachbarin ist auch mit ihrem Mann und Sohn vertreten, daher bittet Schwester Nullplan um Ruhe. Der Test scheint ewig zu dauern. Zwischenzeitlich kommt der mich nicht behandelnde Frauenarzt pfeifend rein. Das Ohr müssen wir nochmal machen, höre ich dann. 8.30 Uhr Kinderarzt kommt. Er ist gründlich, bestimmt, gibt Anregungen. Er macht einen guten Eindruck. Nach der Untersuchung wird unserem Kind wieder Blut abgenommen. Ich frage mahrfach warum und sage, dass sie das bereits abgegeben hat. Schwester Nullplan beachtet mich nicht. Mein Mann schaut sich alles genau an. Gut das Eine ist neu, aber das Andere hatten wir schon entgegenet er ihr lauter. Eiskalt nimmt sie unserer Tochter aus beiden Füßen Blut ab. Habt ihr die Probe wieder verlohren, fragt mein Mann. Wie bitte, fragt sie. Ob ihr die Blutprobe, die unser Kind bereits abgegeben hat, wieder verschlampt habt. Sie lächtelt und sagt es würde so auf ihrer Karte stehen, dass sie das zu tun hätte. 10 Minuten schreit die Kleine wie am Spieß. Ich muss mir schon wieder die Tränen verkneifen. Währenddessen kommt die Hebamme unseres Geburtsvorbereitungskurses mit meinem Mutterpass, Kankenkarte und Schriftstück rein und fragt mich nach meinem Befinden. SUPER. Du hast bei Schwester Rabiata entbunden, stimmts? JA. Hast du schon jemanden zur Nachbetreuung? NEIN. Soll sie (Schwester Rabiata) das machen? NEIN! Nein? Soll ich das machen? JA. Gut dann bin ich morgen da. Eigentlich wollte ich mit Hebammen gar nichts mehr zutun haben…Mal schauen was morgen kommt…
9.00 Uhr wir können entlich nach Hause. Auf dem Heimweg kommen mir wieder die Tränen. Ich frage mich, wie man Menschen bloß so behandeln kann. ICH WILL NIE WIEDER IN DIESES KRANKENHAUS! Dies ist eine fiktive Geschichte einer Mutter. Personen und Namen sind frei erfunden. So ein Krankenhaus gibt es zum Glück nicht in der Realität. MIENTO! Seit der Geburt sind nun schon 10 Tage vergangen. Zum Glück bin ich mental richtig fit und schmeiß daher den Haushalt genauso wie zuvor. Aber die Naht schmerzt immernoch und mein Körper gehört auch noch nicht wieder so zu mir wie zuvor und lässt mich oft im Stich. Respekt an jede Frau, die sowas durchmachen muss. Mein Mann und ich wollten vorher 3 Kinder, aber nach den ganzen Strapazen und schrecklichen Erlebnissen, die wir in diesem Krankenhaus hatten, haben wir und darauf geeinigt, dass wir nur noch ein weiteres Kind bekommen und nur mit PDA! Unserer Kleinen geht es zum Glück super. Natürlich läuft eine Geburt bei jeder Frau anders ab und ich möchte hier auch niemanden abschrecken, denn der Moment direkt nach der Geburt ist einer der Schönsten, wenn man zum ersten Mal so ein kleines Wesen in seine Arme schließen kann. Das ist einfach nur unvergesslich schön! Ich rate Jedem, sich vorab über alles genau zu erkundigen und vor allem auf sein Bauchgefühl zu hören.
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Antworten
- nicht so gut
- nicht so gut
Cellyna · on 16.01.2013 21:48:37